Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht ein insgesamt positives, aber nicht überragendes Bild. Der Fonds erzielte 2025 eine Wertentwicklung von +6,94 % nach BVI-Methode. Damit wurde das Kapital der Anleger vermehrt, allerdings blieb die Rendite deutlich hinter starken Aktienindizes wie dem DAX oder Stoxx Europe 600 zurück. Für einen Mischfonds mit Aktienquote von rund 67,5 %, Anleihen von 17,7 %, Edelmetallen von 9,4 % und Liquidität von 4,1 % ist das Ergebnis dennoch nachvollziehbar.
Positiv hervorzuheben ist die breite internationale Diversifikation. Die größten Ländergewichte lagen bei den USA mit 28,5 %, Deutschland mit 7,8 % und Japan mit 5,8 %. Der Fonds profitierte besonders von Technologie- und KI-nahen Titeln wie Alphabet, Taiwan Semiconductor, Samsung Electronics sowie von Finanzwerten wie Allianz, Commerzbank, DBS und japanischen Banken. Auch Gold und Silber leisteten einen positiven Beitrag und dienten zugleich als Absicherung gegen geopolitische Risiken.
Kritisch zu sehen ist jedoch die Gesamtkostenquote von 1,97 %. Diese ist für Anleger spürbar, insbesondere da der ordentliche Nettoertrag leicht negativ war. Die laufenden Erträge aus Dividenden und Zinsen konnten die Kosten nicht vollständig decken. Auch das realisierte Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften war mit −781.314,72 EUR negativ. Die positive Gesamtentwicklung beruhte daher vor allem auf nicht realisierten Kursgewinnen.
Die Portfolioanpassungen wirken grundsätzlich plausibel: Gewinne in Technologie- und Finanzwerten wurden teilweise mitgenommen, während zyklischer Konsum und Industrie stärker gewichtet wurden. Dadurch erscheint der Fonds für 2026 etwas ausgewogener positioniert. Gleichzeitig bleibt das Produkt klar chancenorientiert und ist wegen Aktien-, Währungs-, Zins- und Derivaterisiken nicht risikolos.
Für langfristig orientierte Anleger mit mittlerer bis höherer Risikobereitschaft bleibt der RWS-DYNAMIK ein breit aufgestellter Mischfonds mit globalem Aktienfokus. Wer jedoch sehr kostensensibel ist oder eine stärkere Orientierung an großen Aktienindizes erwartet, sollte die relativ hohe Kostenquote und die 2025 nur moderate Outperformance gegenüber defensiveren Alternativen kritisch prüfen.