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ZukunftsPlan III 2025: Solider Mischfonds mit guter Jahresrendite, aber klaren Kosten- und Strukturfragen für Anleger
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ZukunftsPlan III 2025: Solider Mischfonds mit guter Jahresrendite, aber klaren Kosten- und Strukturfragen für Anleger

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht 2025 des ZukunftsPlan III ein insgesamt solides, aber nicht überragendes Bild. Positiv fällt zunächst auf, dass der Fonds im Berichtsjahr eine Wertentwicklung von 6,4 % erzielt hat. Das ist für einen defensiv bis ausgewogen ausgerichteten Dachfonds ein ordentliches Ergebnis, zumal der Fonds nicht voll auf Aktien setzt, sondern breit über Aktien-, Renten- und Geldmarktfonds investiert. Ebenfalls positiv ist, dass das Fondsmanagement im Jahresverlauf die Aktienquote deutlich von 34,7 % auf 49,6 % erhöht hat und damit von der freundlichen Aktienmarktentwicklung profitieren konnte. Diese Anpassung spricht dafür, dass das Management die Marktphase 2025 grundsätzlich richtig eingeschätzt hat.

Die Portfolioaufstellung wirkt auf den ersten Blick vernünftig diversifiziert. Zum Jahresende entfielen 49,6 % auf Aktienfonds, 35,3 % auf Rentenfonds, 10,7 % auf Geldmarktfonds und 4,4 % auf Barreserve bzw. Sonstiges. Damit bleibt der Fonds im Rahmen seines Anspruchs, langfristiges Kapitalwachstum mit kontrolliertem Risiko zu erzielen. Für Anleger, die keine reine Aktienlösung suchen, sondern eine Mischstrategie mit aktiver Steuerung, ist das grundsätzlich attraktiv. Auch der Fremdwährungsanteil von nur 2,5 % reduziert zusätzliche Währungsrisiken deutlich.

Allerdings zeigt die Analyse auch einige Punkte, die Anleger kritisch sehen sollten. Der Fonds ist ein Dachfonds, investiert also überwiegend in andere Fonds. Das verbessert zwar die Streuung, führt aber fast zwangsläufig zu einer mehrstufigen Kostenstruktur. Die ausgewiesene Gesamtkostenquote von 1,22 % ist für einen Fonds mit erheblichem ETF- und Fondsbaustein-Einsatz nicht niedrig. Hinzu kommt, dass zahlreiche Zielfonds teils spürbare Verwaltungsvergütungen verlangen. Für langfristige Anleger ist das ein echter Belastungsfaktor, denn Kosten wirken Jahr für Jahr renditemindernd. Gerade im Vergleich zu günstigen passiven Mischlösungen oder ETF-Portfolios muss sich der aktive Mehrwert dauerhaft erst noch beweisen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die langfristige Renditequalität. Während das 1-Jahres-Ergebnis mit 6,4 % ordentlich aussieht und auch die 3-Jahres-Rendite von 6,8 % p.a. überzeugt, fällt die 5-Jahres-Rendite von nur 1,5 % p.a. deutlich schwächer aus. Für Anleger ist genau dieser langfristige Blick entscheidend. Er zeigt, dass das Jahr 2025 zwar gut verlief, der Fonds aber über einen längeren Zyklus bisher keine besonders starke Vermögensmehrung geliefert hat. Wer langfristig investiert, sollte daher nicht nur das gute letzte Jahr sehen, sondern auch berücksichtigen, dass der Fonds über fünf Jahre nur begrenzt überzeugt.

Auffällig ist zudem, dass ein erheblicher Teil des Jahresergebnisses aus realisierten Gewinnen aus Zielfondsverkäufen stammt. Den realisierten Gewinnen von rund 30,5 Mio. Euro standen nur relativ geringe realisierte Verluste von rund 1,3 Mio. Euro gegenüber. Das zeigt, dass die Performance 2025 stark durch Umschichtungen und Marktgewinne getragen wurde. Das ist nicht per se negativ, deutet aber darauf hin, dass das Ergebnis stark von einem günstigen Kapitalmarktumfeld und gelungenem Rebalancing abhängig war. Die nicht realisierten Ergebnisbeiträge waren mit knapp 0,39 Mio. Euro dagegen eher gering. Für Anleger heißt das: 2025 war ein gutes Managementjahr, aber nicht unbedingt ein Beweis für strukturell hohe Ertragskraft.

Ein eher kritischer Punkt ist der Mittelabfluss. Trotz des positiven Jahresergebnisses sank das Fondsvermögen von 274,8 Mio. Euro auf 253,3 Mio. Euro, weil es hohe Nettoabflüsse gab. Die Mittelzuflüsse aus Verkäufen von Anteilen wurden durch noch höhere Rücknahmen übertroffen. Das kann verschiedene Gründe haben, ist aber aus Anlegersicht zumindest ein Signal, dass Investoren 2025 per saldo Kapital abgezogen haben. Das muss kein Alarmsignal sein, sollte aber beobachtet werden.

Die Risikoseite erscheint insgesamt beherrscht. Liquiditätsrisiken waren laut Bericht nicht wesentlich, operationelle Risiken ebenfalls nicht. Das Marktrisiko wurde über einen relativen Value-at-Risk gesteuert; der durchschnittliche potenzielle Risikobetrag lag bei 4,15 %, der Höchstwert bei 6,22 %. Der Leverage von 100,65 % zeigt, dass Derivate praktisch keine aggressive Hebelwirkung erzeugten. Das passt zu einem eher kontrollierten Mischfondsprofil. Anleger sollten dennoch bedenken, dass der Fonds durch seine Zielfondsstruktur mittelbar Aktienmarkt-, Zins- und Bonitätsrisiken trägt.

Positiv hervorzuheben ist die Nachhaltigkeitssteuerung im Rahmen der PAI-Berücksichtigung. Der Fonds investierte laut Bericht nicht in Emittenten mit schwerwiegenden negativen Nachhaltigkeitsauswirkungen, sofern belastbare Daten vorlagen. Gleichzeitig erfüllt das Produkt nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten im Sinne der Taxonomie. Für klassische Anleger ist das meist kein Ausschlusskriterium, für strikt nachhaltig orientierte Investoren aber ein wichtiger Hinweis: Der Fonds berücksichtigt Nachhaltigkeitsrisiken, ist jedoch kein konsequent ökologisch nachhaltiges Produkt.

Ein weiterer Aspekt ist die hohe Konzernnähe. Ein großer Teil der Anlagen steckt in Deka-eigenen oder gruppennahen Fonds. Zudem wurden 81,68 % der Wertpapiertransaktionen über eng verbundene Unternehmen oder Personen abgewickelt. Das ist bei einem Konzernprodukt nicht ungewöhnlich, sollte aber aus Governance-Sicht nicht übersehen werden. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds bleibt stark im Deka-Ökosystem verankert. Das kann Vorteile bei Steuerung und Zugang zu internen Lösungen bringen, reduziert aber die Unabhängigkeit der Produktauswahl.

Unterm Strich ist ZukunftsPlan III aus Anlegersicht ein solider aktiv gemanagter Misch-Dachfonds, der 2025 von der Aktienmarktstärke profitiert und seine Allokation sinnvoll angepasst hat. Für Anleger mit Wunsch nach einer breit gestreuten, aktiv gesteuerten Komplettlösung kann der Fonds geeignet sein. Wer jedoch besonders kostenbewusst investiert oder hohe langfristige Outperformance erwartet, sollte genauer hinsehen. Das gute Jahresergebnis 2025 ist erfreulich, die schwächere 5-Jahres-Rendite und die Kostenstruktur relativieren den positiven Eindruck.

Fazit:
Der Fonds wirkt 2025 stabil, professionell gesteuert und risikoseitig kontrolliert, aber nicht herausragend effizient. Für eher komfortorientierte Anleger kann er passend sein. Für rendite- und kostenorientierte Anleger ist er eher eine solide Durchschnittslösung als ein Spitzenprodukt.

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