Aktenzeichen 3604 IN 4416/25
Die wirtschaftliche Situation der WMC Distribution GmbH hat nun auch juristisch ihren Endpunkt erreicht. Das Amtsgericht Charlottenburg hat den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Berliner Gesellschaft mangels ausreichender Insolvenzmasse abgewiesen. Der entsprechende Beschluss wurde am 29. Dezember 2025 vom Insolvenzgericht gefasst.
Betroffen ist die WMC Distribution GmbH, die zuletzt unter der Anschrift Bessemerstraße 82 in 12103 Berlin geführt wurde. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 120075 eingetragen. Als Geschäftsführer der Gesellschaft fungiert Wojciech Sawinski.
Der Insolvenzantrag war von einer Gläubigerin gestellt worden, die offenbar offene Forderungen gegenüber dem Unternehmen geltend machte. Nach Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse kam das Gericht jedoch zu dem Ergebnis, dass das vorhandene Vermögen der Gesellschaft nicht ausreicht, um die Kosten eines regulären Insolvenzverfahrens zu decken. In solchen Fällen sieht die Insolvenzordnung vor, dass ein Verfahren gar nicht erst eröffnet wird. Stattdessen erfolgt die sogenannte Abweisung mangels Masse.
Diese Entscheidung bedeutet, dass kein Insolvenzverwalter eingesetzt und auch kein geordnetes Insolvenzverfahren durchgeführt wird. Für Gläubiger verschlechtert sich damit häufig die Aussicht auf eine Rückzahlung ihrer Forderungen erheblich, da keine verwertbare Insolvenzmasse vorhanden ist, aus der Ansprüche befriedigt werden könnten.
Gegen den Beschluss besteht jedoch die Möglichkeit eines Rechtsmittels. Beteiligte können innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Verkündung, Zustellung oder öffentlicher Bekanntmachung Beschwerde beim Amtsgericht Charlottenburg einlegen. Das Gericht weist darauf hin, dass eine solche Beschwerde schriftlich eingereicht oder zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärt werden kann.
Mit der Entscheidung des Insolvenzgerichts wird deutlich, wie angespannt die wirtschaftliche Lage der betroffenen Gesellschaft zuletzt gewesen sein muss. Wenn selbst die Kosten eines Insolvenzverfahrens nicht mehr gedeckt werden können, gilt dies in der Praxis als besonders deutliches Zeichen für eine bereits weit fortgeschrittene finanzielle Krise des Unternehmens.