Immer häufiger geraten Verbraucher im Internet in die Fänge von Finanzbetrügern. Um über typische Maschen und Warnsignale aufzuklären, beteiligt sich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) an der internationalen Aktionswoche Global Money Week. Am 17. März 2026 lädt die Finanzaufsicht zu einem digitalen Informationsformat ein, bei dem Verbraucher lernen können, wie sie betrügerische Angebote erkennen und vermeiden.
Im Rahmen eines sogenannten „Digitalen Stammtischs“ erklären Verbraucherschutzexperten der BaFin, welche Tricks Kriminelle nutzen, um Anleger zu täuschen. Besonders im Fokus stehen dabei vermeintlich lukrative Investmentangebote im Internet, die mit hohen Renditen und angeblich minimalem Risiko werben. Genau solche Versprechen sollten Anleger jedoch besonders misstrauisch machen.
Typische Betrugsmaschen im Internet
Viele Betrugsfälle beginnen mit scheinbar harmlosen Nachrichten: Eine E-Mail mit einem Link zur angeblichen Bank, eine Anzeige in sozialen Netzwerken mit einem „Geheimtipp“ für eine Investition oder ein Anruf von angeblichen Finanzexperten. Hinter solchen Angeboten können jedoch organisierte Betrugsnetzwerke stecken, die es auf das Geld oder persönliche Daten ihrer Opfer abgesehen haben.
Beim digitalen Informationsformat der BaFin zeigen die Experten Jörg Janotte und Thomas Müller anhand konkreter Beispiele, woran sich betrügerische Angebote erkennen lassen. Gleichzeitig geben sie praktische Hinweise, wie sich Verbraucher vor solchen Maschen schützen können.
Aufklärung im Rahmen der Global Money Week
Die Veranstaltung ist Teil der Global Money Week, einer weltweiten Initiative der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD). Ziel dieser Aktionswoche ist es, das Finanzwissen von jungen Menschen zu stärken und einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu fördern.
Auch die BaFin beteiligt sich regelmäßig an der Initiative und stellt Informationsangebote zu verschiedenen Finanzthemen bereit. Dazu gehören beispielsweise Hinweise zu sicheren Geldanlagen, Warnungen vor Betrugsplattformen sowie spezielle Bildungsangebote für Jugendliche und ältere Menschen.
Unterstützung für digitale Teilhabe
Der Digitale Stammtisch ist Teil des Projekts Digital-Kompass, das Menschen beim sicheren Umgang mit digitalen Angeboten unterstützen soll. Besonders angesprochen werden dabei Personen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten sowie ältere Menschen, die häufig Ziel von Online-Betrug sind.
Zu den Projektpartnern gehören unter anderem BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und Deutschland sicher im Netz (DsiN). Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Teilnahme per Videokonferenz
Interessierte können kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen. Die Videokonferenz findet über die Plattform Zoom statt. Ziel des Formats ist es, Verbraucher niedrigschwellig über aktuelle Betrugsmaschen zu informieren und ihnen konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um sich vor finanziellen Schäden zu schützen.
Angesichts der zunehmenden Zahl digitaler Betrugsfälle gewinnt die Aufklärung über Finanzfallen im Internet immer mehr an Bedeutung. Die BaFin setzt deshalb verstärkt auf Informationsangebote, um Verbraucher für Risiken zu sensibilisieren und ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Online-Finanzangeboten zu vermitteln.