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Windpark Trebbin stärkt Eigenkapital – Schulden bleiben jedoch hoch

geralt (CC0), Pixabay

Die Windpark Trebbin GmbH & Co. KG mit Sitz in Neubiberg hat im Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Gewinn erzielt und damit ihre Eigenkapitalbasis gestärkt. Der aktuelle Jahresabschluss zeigt jedoch weiterhin eine hohe Fremdfinanzierung des Windparkprojekts.

Gewinn bleibt stabil – Eigenkapital wächst

Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2024 einen Jahresüberschuss von rund 331.000 Euro. Zwar liegt dieser unter dem Vorjahreswert von etwa 452.000 Euro, dennoch konnte die Gesellschaft ihr Eigenkapital deutlich erhöhen.

Das Eigenkapital stieg von rund 543.000 Euro auf knapp 797.000 Euro. Hintergrund ist vor allem die deutliche Aufstockung der Rücklagen, die von etwa 175.000 Euro auf rund 551.000 Euro anwuchsen.

Damit verbessert sich zwar die finanzielle Stabilität der Gesellschaft, gemessen an der Bilanzsumme bleibt die Eigenkapitalquote jedoch weiterhin relativ niedrig.

Bilanzsumme leicht rückläufig

Die Bilanzsumme des Windparkbetreibers sank im Vergleich zum Vorjahr leicht von rund 11,86 Millionen Euro auf etwa 11,22 Millionen Euro.

Der größte Teil des Vermögens entfällt weiterhin auf die technischen Anlagen des Windparks. Das Anlagevermögen beträgt rund 10,07 Millionen Euro und besteht ausschließlich aus Sachanlagen – vor allem Windenergieanlagen und der dazugehörigen Infrastruktur.

Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen, die den Buchwert der Anlagen im Laufe der Nutzungsdauer verringern.

Liquide Mittel bleiben stabil

Im Umlaufvermögen verfügt die Gesellschaft über rund 1,1 Millionen Euro. Der größte Teil davon entfällt auf Bankguthaben in Höhe von etwa 899.000 Euro.

Damit blieb die Liquidität des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen dagegen leicht zurück und lagen zuletzt bei rund 199.000 Euro.

Schulden dominieren weiterhin die Bilanz

Wie bei vielen Windparkprojekten ist auch die Windpark Trebbin GmbH & Co. KG weiterhin stark fremdfinanziert. Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf rund 10,12 Millionen Euro, nachdem sie im Vorjahr noch knapp 10,99 Millionen Euro betragen hatten.

Damit ist zwar eine leichte Entschuldung erkennbar, dennoch machen die Verbindlichkeiten weiterhin den größten Teil der Finanzierung aus.

Der Großteil dieser Schulden ist langfristig angelegt:

  • 918.000 Euro haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

  • 3,53 Millionen Euro zwischen einem und fünf Jahren

  • 5,67 Millionen Euro über fünf Jahre hinaus

Darlehen der Gesellschafter

Ein Teil der Finanzierung stammt direkt von den Gesellschaftern. Die Gesellschaft weist Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1,05 Millionen Euro aus. Dabei handelt es sich um ein langfristiges Darlehen, das bereits im Vorjahr in gleicher Höhe bestand.

Solche Gesellschafterdarlehen sind bei Infrastrukturprojekten wie Windparks üblich und dienen häufig als Ergänzung zu Bankkrediten.

Sicherheiten für Banken

Die Bankverbindlichkeiten sind umfangreich abgesichert. Als Sicherheiten dienen unter anderem:

  • Sicherungsübereignungen der Windenergieanlagen

  • Abtretungen von Forderungen aus Stromerlösen

  • sowie verpfändete Kontoguthaben

Zum Bilanzstichtag waren über neun Millionen Euro der Verbindlichkeiten besichert.

Typische Struktur eines Windparkbetreibers

Die Gesellschaft beschäftigt – wie viele Betreiber von Windenergieprojekten – keine eigenen Mitarbeiter. Betrieb, Wartung und technische Betreuung werden meist von externen Dienstleistern übernommen.

Die Geschäftsführung erfolgt über die Encavis Infrastructure II GmbH.

Fazit

Der Jahresabschluss zeigt eine insgesamt stabile Entwicklung: Trotz eines leicht niedrigeren Gewinns konnte die Windpark Trebbin GmbH & Co. KG ihr Eigenkapital deutlich ausbauen und ihre Schulden leicht reduzieren.

Dennoch bleibt die Finanzierung stark kreditbasiert. Die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens hängt daher weiterhin maßgeblich von einer zuverlässigen Stromproduktion sowie stabilen Einnahmen aus der Einspeisung von Windenergie ab.

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