Vor dem Landgericht Dresden muss sich derzeit ein 31-jähriger ehemaliger OP-Helfer wegen schwerer Gewalt gegen mehrere Frauen verantworten. Dem Angeklagten Alexander M. wird vorgeworfen, seine Partnerinnen über längere Zeit brutal misshandelt und gedemütigt zu haben.
Nach Angaben der Ermittler würgte der Mann seine Opfer wiederholt bis zur Bewusstlosigkeit. Besonders erschütternd: Die Verletzungen, die er ihnen zufügte, soll er anschließend selbst medizinisch versorgt und teilweise sogar genäht haben. Durch seine berufliche Erfahrung im Operationsbereich verfügte er über entsprechendes Wissen.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm außerdem vor, die Misshandlungen auf Video aufgezeichnet zu haben. Diese Aufnahmen sollen später als Beweismittel eine wichtige Rolle im Verfahren spielen.
Eine der betroffenen Frauen schilderte vor Gericht, der Angeklagte sei während der Taten wie in einem „Monster-Modus“ gewesen. Die Gewalt sei plötzlich und extrem gewesen. Teilweise hätten die Opfer Todesangst gehabt.
Die Ermittlungen ergaben, dass mehrere Frauen betroffen sein sollen. Das Gericht muss nun klären, in welchem Umfang der Angeklagte für die Vorwürfe verantwortlich ist und welche Strafe ihm droht.
Der Prozess in Dresden wird voraussichtlich noch mehrere Verhandlungstage dauern. Für die Opfer steht dabei nicht nur die juristische Aufarbeitung im Mittelpunkt, sondern auch die Hoffnung, dass die Taten vollständig aufgeklärt werden.