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Metallsplitter in Gewürzen und Medikamenten: Rückrufaktionen sorgen für Verunsicherung

geralt / Pixabay

Verbraucher müssen derzeit besonders aufmerksam sein. Gleich zwei Rückrufaktionen sorgen für Aufsehen: Sowohl Gewürzprodukte als auch ein weit verbreitetes Schmerzmittel wurden wegen möglicher Metallteile aus dem Verkehr gezogen.

Der Pharmakonzern Zentiva hat eine komplette Charge des Medikaments Ibuflam Lichtenstein 600 mg zurückgerufen. In einer Packung mit 50 Tabletten wurde ein metallischer Fremdkörper entdeckt. Betroffen ist die Charge 5R02514. Nach Angaben des Herstellers erfolgte der Rückruf vorsorglich in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Die Maßnahme richtet sich vor allem an Großhändler und Apotheken, nicht direkt an Patientinnen und Patienten.

Fast zeitgleich musste auch der Gewürzhersteller Ankerkraut mehrere Produkte zurückrufen. Bei Kontrollen wurden Metallstücke in der Rohware entdeckt. Deshalb kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch bereits ausgelieferte Gewürze betroffen sind. Zu den zurückgerufenen Produkten gehören unter anderem eine Gyros-Gewürzmischung, ein Brathähnchengewürz, ein Gänse- und Entenbratengewürz sowie die Trockenmarinade Smoking Zeus BBQ-Rub.

Fremdkörper in Lebensmitteln sind kein seltenes Problem. In diesem Jahr gab es bereits mehrere Rückrufe wegen Metallsplittern. Ursachen können Produktionsmaschinen, beschädigte Geräte oder auch Materialien aus der Landwirtschaft sein. Im aktuellen Fall der Gewürze handelt es sich nach Angaben des Herstellers vermutlich um Drahtreste, die bei der Pflanzenaufzucht verwendet werden.

Experten warnen, dass Metallteile im Essen oder in Medikamenten eine ernsthafte Gesundheitsgefahr darstellen können. Kleinere Partikel passieren meist den Verdauungstrakt ohne größere Schäden. Spitze oder längliche Fremdkörper können jedoch die empfindlichen Wände des Verdauungssystems verletzen und im schlimmsten Fall sogar den Darm durchbohren. In solchen Fällen kann ein medizinischer Eingriff notwendig werden.

Die aktuellen Fälle zeigen, wie wichtig Qualitätskontrollen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sind. Gleichzeitig gilt für Verbraucher: Bei Rückrufmeldungen sollten betroffene Produkte nicht mehr verwendet oder verzehrt werden. Händler und Hersteller informieren in der Regel über Rückgabemöglichkeiten und Ersatz.

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