Ein vermeintlich lukratives Investment im Internet ist für einen Mann aus Thüringen in einem finanziellen Albtraum geendet. Betrüger konnten nach Angaben der Polizei mehr als 100.000 Euro von dem 57-Jährigen erbeuten.
Wie die Polizei in Jena mitteilte, stammt der Geschädigte aus dem Saale-Holzland-Kreis und war Anfang des Jahres auf ein Online-Investmentangebot aufmerksam geworden. Ein angeblicher Finanzexperte hatte den Mann kontaktiert und ihm hohe Renditen durch Investitionen im Internet in Aussicht gestellt.
Über Wochen hohe Beträge überwiesen
Der Betrug entwickelte sich über einen längeren Zeitraum. Über mindestens zwei Monate hinweg überwies der 57-Jährige immer wieder Geldbeträge auf ein Konto im Ausland. Die Täter überzeugten ihn offenbar davon, dass es sich um seriöse Investitionen handle und weitere Einzahlungen nötig seien, um höhere Gewinne zu erzielen.
Nach und nach summierten sich die Überweisungen schließlich auf mehr als 100.000 Euro.
Erst spät bemerkte der Mann, dass er Opfer eines Betrugs geworden war. Zu diesem Zeitpunkt war das Geld bereits auf ausländische Konten transferiert worden.
Polizei ermittelt wegen Betrugs
Die Ermittlungen wurden inzwischen aufgenommen. Die Polizei führt ein Verfahren wegen Betrugs gegen bislang unbekannte Täter.
Der Fall reiht sich in eine zunehmende Zahl von Online-Anlagebetrügereien ein. Kriminelle nutzen dabei häufig professionell wirkende Webseiten, falsche Berater oder angebliche Finanzexperten, um Vertrauen aufzubauen und Opfer zu immer neuen Einzahlungen zu bewegen.
Polizei warnt vor Online-Investments
Die Ermittler raten Anlegern, bei Investmentangeboten im Internet besonders vorsichtig zu sein. Hohe Renditeversprechen, Zeitdruck oder Aufforderungen zu wiederholten Überweisungen ins Ausland gelten als typische Warnsignale für Betrugsmaschen.
Wer Zweifel an einem Angebot hat, sollte sich vor einer Investition unbedingt über Anbieter informieren und im Zweifel keine Zahlungen leisten.