Ein umgestürzter Kran hat am Montagabend auf der A42 in Duisburg für massive Verkehrsbehinderungen gesorgt. Der dreiachsige Koloss rutschte von der Ladefläche eines Schwertransporters, kippte auf die Seite und verwandelte die Fahrbahn in ein Trümmerfeld. Zwei von drei Spuren mussten über Stunden gesperrt werden.
Der Unfall ereignete sich gegen 21.35 Uhr in Fahrtrichtung Dortmund auf Höhe der Anschlussstelle Duisburg-Beeck. Nach Angaben der Polizei geriet der polnische Lkw plötzlich ins Wanken. Die tonnenschwere Fracht kam ins Rutschen und stürzte schließlich von der Ladefläche auf die Autobahn.
Fahrer spricht von Ausweichmanöver
Der 38-jährige Fahrer gab an, einem Autoreifen auf der Fahrbahn ausgewichen zu sein. Durch das abrupte Lenkmanöver sei die Ladung verrutscht. Doch bei der Überprüfung der Unfallstelle konnten die Beamten keinen entsprechenden Gegenstand feststellen.
Stattdessen ergaben sich Hinweise auf eine unkontrollierte Fahrbewegung. Bei der Kontrolle stellten die Polizisten zudem fest, dass der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest verlief positiv. Der Mann wurde zur Wache gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.
Großeinsatz auf der Autobahn
Feuerwehrkräfte rückten an, um auslaufende Betriebsstoffe zu binden und die Fahrbahn zu sichern. Die Bergung des umgestürzten Krans gestaltete sich aufwendig und erforderte schweres Gerät. Erst nachdem ein Spezialunternehmen das Fahrzeug entfernt hatte, konnten die gesperrten Spuren schrittweise wieder freigegeben werden.
Der entstandene Schaden dürfte nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich liegen. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an. Für viele Autofahrer bedeutete der Vorfall stundenlange Staus auf einer der wichtigen Verkehrsachsen im Ruhrgebiet.