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Ex-Kulturminister Jack Lang tritt nach Enthüllungen über Epstein-Kontakte zurück

Der frühere französische Kulturminister Jack Lang ist als Präsident des Instituts der Arabischen Welt (Institut du Monde Arabe) zurückgetreten. Das teilte das französische Außenministerium am Samstag mit. Der Rückzug erfolgt vor dem Hintergrund neuer Enthüllungen über frühere Kontakte Langs zu dem verurteilten US-Finanzier Jeffrey Epstein sowie der Einleitung einer finanzrechtlichen Untersuchung durch die französische Justiz.

Zuvor hatte die französische Finanzstaatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass sie eine Untersuchung gegen Jack Lang und seine Tochter Caroline eingeleitet habe. Der Verdacht lautet auf „erschwerte Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerbetrug“. Details zu den konkreten Vorwürfen nannten die Ermittler bislang nicht. Französische Medien wie Le Monde, Le Figaro und Mediapart berichten, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit jüngst veröffentlichten US-Dokumenten stehen.

Am 30. Januar hatte das US-Justizministerium umfangreiche Akten freigegeben, aus denen hervorgeht, dass Jack Lang und Jeffrey Epstein zwischen 2012 und 2019 mehrfach miteinander korrespondiert haben sollen. Epstein starb 2019 in einer New Yorker Haftanstalt, offiziell durch Suizid. Laut einer Auswertung von Reuters taucht der Name Jack Lang mehr als 600 Mal in den freigegebenen Unterlagen auf.

In Frankreich hatten die Enthüllungen rasch politische und öffentliche Reaktionen ausgelöst. Der Druck auf Lang, sein Amt niederzulegen, wuchs in den vergangenen Tagen deutlich. Das Außenministerium, das die Aufsicht über das Institut der Arabischen Welt führt, hatte Lang für Sonntag zu einem Gespräch einbestellt. Dem kam der ehemalige Minister mit seinem Rücktritt zuvor.

Jack Lang selbst weist die Vorwürfe entschieden zurück. In einer Stellungnahme auf der Plattform X erklärte er, er begrüße die Untersuchung „mit Gelassenheit und sogar mit Erleichterung“. Die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen seien haltlos, er werde dies beweisen, „jenseits des Lärms der Medien und der digitalen Tribunale“.

Auch sein Anwalt Laurent Merlet betonte gegenüber dem Sender BFM TV, es habe keinerlei illegale Geldbewegungen gegeben. Zugleich räumte er ein, dass es nachvollziehbar sei, wenn die Justiz mögliche Verbindungen überprüfen wolle.

Die Affäre zieht weitere Kreise: Am Montag trat Caroline Lang, eine langjährige Medienmanagerin, als Vorsitzende des französischen Verbands unabhängiger Produktionsfirmen zurück, nachdem auch ihre Kontakte zu Epstein öffentlich geworden waren.

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten hat weltweit erneut Aufmerksamkeit auf die internationalen Netzwerke des Finanziers gelenkt. Neben Jack Lang werden darin zahlreiche prominente Persönlichkeiten erwähnt, darunter Mitglieder europäischer Königshäuser und ehemalige Spitzenpolitiker. Die Ermittlungen in Frankreich dürften daher aufmerksam verfolgt werden – sowohl juristisch als auch politisch.

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