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Verbraucherbildung in Schulen verankern – Verbraucherzentrale fordert klare Weichenstellung im Koalitionsvertrag

artMee (CC0), Pixabay

Die Verbraucherzentrale Brandenburg appelliert im Rahmen der laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU an die künftige Landesregierung, Verbraucherbildung verbindlich in den Schulunterricht aufzunehmen. Ziel ist es, jungen Menschen schon früh das nötige Alltagswissen zu vermitteln, damit sie sicher und selbstbestimmt durch das Leben gehen können.

Verbraucherbildung umfasst Kompetenzen in den Bereichen Finanzen, Ernährung, Vertragsrecht und digitale Sicherheit. Gerade in einer immer komplexer werdenden Welt sieht die Verbraucherzentrale hier eine Schlüsselkompetenz für die nächste Generation. „Starke Verbraucherbildung schützt Jugendliche und Kinder von vornherein vor Überschuldung, Vertragsfallen sowie digitalen Gefahren und stärkt damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Christian A. Rumpke, Vorstand der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Damit das gelingt, braucht es praxisnahe Unterrichtsmaterialien, eine unabhängige Vermittlung und gezielte Unterstützung für Lehrkräfte. Die Verbraucherzentrale fordert deshalb, Verbraucher- und Ernährungsbildung verbindlich und prüfungsrelevant in den Lehrplänen aller Schulformen zu verankern – als festen Bestandteil des schulischen Alltags.

Auch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und der wachsenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) wird Verbraucherbildung immer wichtiger. Brandenburg hat sich in seiner Landesstrategie bereits das Ziel gesetzt, eine menschenzentrierte KI zu fördern. Die Verbraucherzentrale fordert nun, diesen Weg konsequent weiterzugehen – und die Verbraucherperspektive stärker in die KI-Forschung zu integrieren.

Konkret schlägt sie die Einrichtung eines eigenen Forschungsbereichs zu KI aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher vor. Damit könne Brandenburg nicht nur seine Digitalstrategie schärfen, sondern auch bundesweit eine Vorreiterrolle im Bereich verbraucherorientierter Wissenschaft und Bildung einnehmen.

Die kommenden Wochen der Koalitionsverhandlungen entscheiden mit darüber, ob Verbraucherschutz und -bildung künftig eine tragende Rolle im Land spielen. Die Erwartungen an SPD und CDU sind klar: Jetzt ist der Moment, um Verbraucherbildung als Teil einer modernen, zukunftsorientierten Bildungspolitik verbindlich zu gestalten.

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