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Grönland weist US-Ansprüche zurück: Keine Vereinbarung mit Washington

jorono (CC0), Pixabay

Die grönländische Regierung hat Berichte über eine angebliche Vereinbarung mit den USA entschieden zurückgewiesen. Entgegen anderslautender Aussagen aus Washington gebe es weder eine Rahmenvereinbarung noch konkrete Verhandlungen über einen politischen oder wirtschaftlichen Zugriff auf die Insel.

Die Wirtschaftsministerin erklärte, dass Gespräche mit den USA zwar grundsätzlich möglich seien – jedoch ausschließlich in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung. Eine Diskussion über Eigentumsfragen, Kaufmodelle oder politische Einflussnahme stehe nicht zur Debatte. Die Souveränität Grönlands sei nicht verhandelbar. Es gebe klare rote Linien.

Sorge über neue Machtansprüche

Die Ministerin zeigte sich irritiert über die in den USA erneut aufkommenden expansionistischen Ideen. Solche Denkweisen habe man nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich überwunden geglaubt. Dass nun wieder über Einflusszonen und Besitzansprüche gesprochen werde, löse in Grönland Besorgnis aus.

Anfangs hätten die Aussagen aus Washington vor allem Angst ausgelöst, inzwischen wandelten sich diese Gefühle zunehmend in Wut. Besonders scharf kritisierte sie Drohungen mit militärischen Optionen. Ein solches Vorgehen sei mit dem Verständnis von Freundschaft und Partnerschaft unvereinbar.

Rohstoffe als strategischer Faktor

Grönland verfügt über große Vorkommen an strategisch wichtigen Rohstoffen. Insgesamt gelten 39 der dort vorhandenen Mineralien als kritisch für Zukunftstechnologien. Dennoch sei das Interesse amerikanischer Investoren bislang überschaubar. Große Investitionsprojekte aus den USA gebe es derzeit nicht.

Die Ministerin betonte, dass ausländische Unternehmen willkommen seien – allerdings nur, wenn sie sich an grönländische Gesetze und an internationales Recht hielten. Investoren müssten den offiziellen Weg gehen und die staatlichen Regeln respektieren.

Keine „Kaufoption“ für Grönländer

Als absurd wies sie auch Gerüchte zurück, wonach Einwohner für Geld ihre Staatszugehörigkeit wechseln könnten. Identität und Zugehörigkeit seien nicht käuflich. Die Bevölkerung lasse sich nicht auf Zahlen oder finanzielle Angebote reduzieren.

Grönland bleibe offen für Dialog und Zusammenarbeit, mache aber deutlich: Die Insel ist kein Objekt geopolitischer Deals – und steht nicht zum Verkauf.

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