Ein verheerender Brand hat das ehemalige Volkswagen-Werk in der russischen Stadt Kaluga erschüttert. In den Industriehallen, die seit dem Rückzug des Autobauers nach dem Angriff auf die Ukraine nur noch eingeschränkt genutzt werden, brach am Nachmittag ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete.
Nach ersten Berichten standen mehrere Hundert Quadratmeter der Anlage in Flammen. Dichte Rauchwolken stiegen über dem Werksgelände auf und waren weithin sichtbar. Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen das Inferno, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern.
Medien zufolge erlitten mehrere Beschäftigte Rauchvergiftungen und mussten medizinisch versorgt werden. Über die genaue Zahl der Verletzten gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Das Werk war früher einer der wichtigsten Automobilstandorte des Landes, der Betrieb wurde jedoch nach dem Beginn des Ukraine-Krieges und dem Rückzug des Konzerns aus Russland eingestellt.
Der Brand wirft nun erneut Fragen zur Sicherheit und zum Zustand der stillgelegten Industrieanlagen in der Region auf.