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Sieben Kreisel in einem – Dieser Mega-Kreisverkehr ist nichts für Fahranfänger

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Schon ohne Stau oder schlechtes Wetter bringt er viele Autofahrer an ihre Grenzen: Der sogenannte Magic Roundabout im englischen Swindon gilt als einer der kompliziertesten Kreisverkehre Europas. Wer ihn zum ersten Mal befährt, steht vor einer ungewohnten Situation – denn hier gibt es nicht einen, sondern gleich sieben Kreisverkehre, die miteinander verschachtelt sind.

Im Zentrum liegt ein großer Kreisel, darum herum sind sechs kleinere Kreisverkehre angeordnet. Zwischen ihnen verlaufen kurze Straßenstücke, die es ermöglichen, je nach Fahrtrichtung von einem Mini-Kreisel zum nächsten zu wechseln. Dadurch ergeben sich zahlreiche mögliche Wege durch die Kreuzung. Autofahrer müssen bereits beim Einfahren genau wissen, welche Ausfahrt sie nehmen wollen – spontane Entscheidungen führen schnell zu unnötigen Zusatzrunden.

Besonders irritierend ist, dass die Kreisverkehre nicht alle in dieselbe Richtung befahren werden. Während die äußeren Mini-Kreisel dem in Großbritannien üblichen Linksverkehr folgen, wird der große innere Kreisel in entgegengesetzter Richtung umfahren. Wer das Prinzip nicht verstanden hat, empfindet die Situation schnell als chaotisch.

Gerade für Fahranfänger ist der Magic Roundabout eine echte Bewährungsprobe. Mehrere Vorfahrtsregeln greifen gleichzeitig, Fahrzeuge kommen aus unterschiedlichen Richtungen, und jede Entscheidung muss zügig getroffen werden. Dennoch gilt der Verkehrsknotenpunkt als erstaunlich sicher. Fachleute erklären das damit, dass Autofahrer hier besonders konzentriert fahren, Tempo reduzieren und defensiver reagieren als an gewöhnlichen Kreuzungen.

Was viele stresst, übt auf andere eine besondere Faszination aus. Der Magic Roundabout hat Kultstatus erlangt. Es gibt Fanartikel, Kalender und organisierte Oldtimerfahrten, bei denen das Befahren der Kreiselkombination zum Ereignis wird. Für manche ist es ein Stück britischer Verkehrsgeschichte, für andere eine Mutprobe auf vier Rädern.

Gebaut wurde der Mega-Kreisverkehr in den 1970er-Jahren, um den Verkehrsfluss in Swindon zu verbessern. Dass er Jahrzehnte später als Kuriosum und Touristenattraktion gelten würde, war damals nicht abzusehen.

Fest steht: Wer diesen Kreisverkehr ohne Hektik und Fehlabbiegen meistert, hat bewiesen, dass er auch in komplexen Verkehrssituationen den Überblick behält. Für alle anderen gilt: Ruhe bewahren – oder lieber einen anderen Weg wählen.

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