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Zwei Jugendliche unter Vermissten nach schwerem Erdrutsch auf Campingplatz in Neuseeland

Nach heftigen Regenfällen ist es im Norden Neuseelands zu mehreren verheerenden Erdrutschen gekommen. Besonders betroffen ist ein beliebter Campingplatz am Mount Maunganui auf der Nordinsel, wo weiterhin nach Vermissten gesucht wird. Nach Angaben der Polizei gelten derzeit sechs Menschen als vermisst, darunter zwei Jugendliche. Der jüngste von ihnen ist erst 15 Jahre alt. Zudem bitten die Behörden die Öffentlichkeit um Hinweise zu drei weiteren Personen, die sich möglicherweise zum Zeitpunkt des Unglücks auf dem Gelände aufgehalten haben.

Die Erdrutsche wurden durch tagelange Starkregenfälle ausgelöst, die weite Teile der Nordinsel unter Wasser setzten. Schlamm- und Geröllmassen rissen Zelte, Wohnwagen und Fahrzeuge mit sich. Einsatzkräfte arbeiten rund um die Uhr daran, Trümmer zu beseitigen und mögliche Überlebende zu finden. Unterstützung erhalten sie dabei von Suchhunden, Freiwilligen und Anwohnern.

Premierminister Christopher Luxon besuchte am Freitag die betroffenen Gebiete. Er zeigte sich tief betroffen von der Tragödie, lobte aber zugleich den starken Zusammenhalt der Bevölkerung. Es sei „inspirierend“ zu sehen, wie Nachbarn, Freunde und sogar entfernte Bekannte gemeinsam bei den Aufräumarbeiten helfen, sagte Luxon. Gleichzeitig wies er auf die großen Herausforderungen hin: beschädigte Straßen, abgeschnittene Gemeinden und die weiterhin bestehende Gefahr weiterer Erdrutsche und Überschwemmungen.

In der nahegelegenen Ortschaft Welcome Bay kam es zu einem weiteren tragischen Vorfall. Dort wurden nach einem Erdrutsch die Leichen einer Großmutter und ihres Enkelkindes aus einem zerstörten Haus geborgen. Eine der beiden Personen war chinesischer Staatsbürger, wie die Polizei bestätigte. Chinas Botschafter in Neuseeland, Wang Xiaolong, sprach den betroffenen Familien sein Beileid aus und betonte, dass man in diesen schweren Stunden mit ihnen fühle.

Die Wetterlage bleibt angespannt. Der neuseeländische Wetterdienst warnt vor weiteren Gewittern und starken Winden, insbesondere in den Regionen Gisborne und Tauranga. In Gisborne sind ganze Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten, während in Tauranga die Sorge vor neuen Erdrutschen wächst.

Unterdessen geht auch an anderer Stelle die Suche weiter: Nördlich von Auckland wird nach einem 47-jährigen Mann gesucht, der in einen Fluss gespült wurde. Seine Familie klammert sich weiterhin an die Hoffnung, ihn lebend zu finden.

Die Ereignisse zeigen erneut, wie verletzlich selbst beliebte Touristenorte gegenüber extremen Wetterereignissen sind – und wie wichtig schnelle Hilfe, Solidarität und Vorsorge in Zeiten des Klimawandels werden.

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