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Haustiere im Bett: Tierärztin warnt vor Risiken für Mensch und Tier

LorenzenDesign (CC0), Pixabay

Hund oder Katze mit unter die Decke – für viele Tierhalter gehört das zum Alltag. In Deutschland leben rund 34 Millionen Haustiere, und laut Umfragen darf etwa jedes dritte davon mit im Bett schlafen. Doch was für Menschen gemütlich ist, kann für die Tiere und ihre Besitzer gesundheitliche Folgen haben. Tierärztin Tanja Pollmüller erklärt, worauf es ankommt.

Aus hygienischer Sicht ist Vorsicht geboten. Haustiere bringen Schmutz, Bakterien, Parasiten und Allergene ins Bett. „Gerade Hunde, die viel draußen unterwegs sind, tragen Keime und manchmal auch Zecken oder Flöhe mit ins Schlafzimmer“, sagt Pollmüller. Für gesunde Erwachsene sei das meist unproblematisch, für Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne es jedoch ein Risiko darstellen.

Auch für die Tiere selbst kann das gemeinsame Schlafen problematisch sein. Manche Hunde oder Katzen entwickeln ein starkes Besitzdenken gegenüber dem Bett und verteidigen ihren Schlafplatz. Das kann zu Stress oder aggressivem Verhalten führen. Zudem schlafen Tiere oft leichter als Menschen – ständiges Aufwachen durch Bewegungen oder Geräusche kann ihre Erholung beeinträchtigen.

Wer seinen Vierbeiner trotzdem mit ins Bett nehmen möchte, sollte auf einige Regeln achten: regelmäßige Entwurmung und Flohprophylaxe, sauberes Fell, gewaschene Pfoten nach Spaziergängen und ein eigener Schlafplatz, der weiterhin attraktiv bleibt. So lässt sich das Risiko minimieren.

Das Fazit der Tierärztin: Haustiere im Bett sind kein grundsätzliches Tabu – aber eine bewusste Entscheidung. Hygiene, Gesundheit und das Wohlbefinden von Mensch und Tier sollten immer im Mittelpunkt stehen.

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