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Klage gegen Kyrsten Sinema: Vorwürfe einer Affäre und politische Verflechtungen sorgen für Aufsehen

Eine neue Klage gegen die ehemalige US-Senatorin Kyrsten Sinema sorgt derzeit für erhebliche Aufmerksamkeit in Politik und Medien. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, Sinema habe eine 14-jährige Ehe zerstört, indem sie eine romantische Beziehung zu einem verheirateten Mann aus ihrem eigenen Sicherheitsteam unterhielt. Die Klage wurde im US-Bundesstaat North Carolina eingereicht und stützt sich auf das dort noch geltende sogenannte „Alienation of Affection“-Gesetz, das umgangssprachlich auch als „Homewrecker Law“ bekannt ist.

Eingereicht wurde die Klage von Heather Ammel, der getrennt lebenden Ehefrau von Matthew Ammel, einem ehemaligen Sicherheitsmitarbeiter Sinemas. Laut Klageschrift soll Ammel Sinema auf mehrere luxuriöse Reisen begleitet haben, darunter nach Napa Valley, Saudi-Arabien und Las Vegas. Dort habe er unter anderem gemeinsam mit Sinema und Cindy McCain hochpreisigen Champagner konsumiert. Die Klägerin fordert mehr als 25.000 US-Dollar Schadensersatz.

Besonders brisant sind die detaillierten Vorwürfe: Sinema soll Ammel private Fotos geschickt und einen intensiven, als „lasterhaft“ beschriebenen Nachrichtenaustausch mit ihm geführt haben. Zudem wird behauptet, sie habe ihn bei der Suche nach psychedelischen Therapien unterstützt. Diese Vorwürfe verknüpfen sich mit früheren politischen Kontroversen, etwa Sinemas Einsatz für staatlich finanzierte Studien zu Ibogaine, einer psychedelischen Substanz, für die später auch öffentliche Gelder bewilligt wurden.

Matthew Ammel, ein ehemaliger Army-Veteran mit mehreren Auslandseinsätzen, wird in der Klage als psychisch stark belastet beschrieben. Seine Ehefrau schildert ihn als von posttraumatischen Belastungsstörungen, Hirnverletzungen und Substanzmissbrauch betroffen. Nach seinem Eintritt in Sinemas Sicherheitsteam im Jahr 2022 habe sich die Beziehung weiter verschlechtert, bis es 2024 schließlich zur Trennung kam. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder.

Auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle: Ammel erhielt laut öffentlichen Unterlagen über 120.000 US-Dollar aus Sinemas Wahlkampfmitteln sowie zusätzliche Erstattungen für Reisen und Sicherheitsausgaben. Nach Sinemas Ausscheiden aus dem Senat im Januar 2025 arbeitete Ammel als Fellow an der Arizona State University, einer Institution, die von Sinema später mit Millionenbeträgen aus ehemaligen Wahlkampfgeldern unterstützt wurde.

Kyrsten Sinema, die 2018 als Demokratin gewählt wurde und 2022 zur Unabhängigen wechselte, war eine der umstrittensten Figuren im US-Senat. Während sie für parteiübergreifende Gesetzesinitiativen gelobt wurde, sorgte ihre Haltung zur Abschaffung des Filibusters für massive Kritik. Die aktuelle Klage wirft nun einen weiteren Schatten auf ihr politisches Vermächtnis. Eine Stellungnahme Sinemas liegt bislang nicht vor.

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