Sturmtief „Elli“ sorgt weiter für Chaos auf Straßen und Schienen: Während der Norden langsam durchatmen kann, zieht die Schneefront mit voller Wucht in den Süden Deutschlands. Besonders Baden-Württemberg und Bayern sind betroffen – bis zu 50 Zentimeter Neuschnee werden erwartet.
Schwarzwald im Fokus – DWD warnt vor Reisen
Im Schwarzwald gilt weiterhin eine Unwetterwarnung der Stufe drei. DWD-Meteorologin Helga Scheef appelliert an die Bevölkerung, Autofahrten möglichst zu vermeiden: „Wenn man nicht weg muss, sollte man zu Hause bleiben. Oder zumindest vorsichtig fahren.“ Auch in Bayern wird es ungemütlich – im Oberallgäu könnten bis zu 30 Zentimeter Schnee fallen, begleitet von kräftigem Wind.
Glätte und Unfälle auf Straßen
Die Nacht brachte zahlreiche Unfälle mit sich: Auf der A73 überschlug sich ein Auto bei Coburg, ein Schneepflug rutschte im Schwarzwald eine Böschung hinab. Vielerorts behindern Schneemassen und Eisglätte den Verkehr – etwa in Hannover, wo der Busbetrieb eingestellt wurde.
Bahnverkehr weiter eingeschränkt
Trotz nachlassender Schneefälle im Norden und Osten bleibt der Bahnverkehr gestört. Die Deutsche Bahn empfiehlt weiterhin, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. In Hamburg sind Winterdienste mit 728 Kräften und über 360 Fahrzeugen im Dauereinsatz, um Straßen und Gleise freizuhalten.
Eiskalte Aussichten
Die Temperaturen bleiben winterlich: In vielen Regionen herrscht Dauerfrost. Im Norden und Osten klettert das Thermometer kaum über -7 bis 0 Grad, nachts drohen bis zu -15 Grad, vor allem bei klarem Himmel. Auch Glätte durch überfrierende Nässe bleibt ein Risiko.
Wie geht es weiter?
In der Nacht zum Sonntag zieht sich der Schneefall Richtung Alpen und Erzgebirge zurück – dort sind nochmals 5 bis 15 Zentimeter möglich. Im Rest des Landes dürfte es weitgehend trocken bleiben, jedoch bleibt es eisig mit verbreitet strengem Frost.
Fazit: Die Schneewalze ist noch nicht vorbei – im Süden Deutschlands ist die Lage angespannt. Vorsicht auf den Straßen bleibt das Gebot der Stunde.