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Strom günstiger, Gas bleibt teuer: Was Haushalte zum Jahreswechsel 2026 wissen sollten

succo (CC0), Pixabay

Zum Jahreswechsel 2026 zeigt sich der Energiemarkt für Verbraucherinnen und Verbraucher zweigeteilt: Während Strom in vielen Regionen etwas günstiger wird, verharren die Gaspreise auf einem weiterhin hohen Niveau. Besonders in Sachsen profitieren Haushalte nur teilweise von sinkenden Stromnetzentgelten – dennoch kann sich genaues Hinsehen und ein Tarifvergleich spürbar auszahlen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen liegen die Strompreise in der Grundversorgung im bundesweiten Vergleich aktuell im unteren Preissegment. Ursache dafür sind unter anderem gesunkene Netzentgelte, von denen allerdings nicht alle Haushalte gleichermaßen profitieren. Von den 41 sächsischen Grundversorgern haben 22 ihre Preise zum Jahreswechsel gesenkt. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden bedeutet das je nach Wohnort eine Entlastung zwischen 18 und 210 Euro im Vergleich zu 2025.

Der durchschnittliche Strompreis in der Grundversorgung liegt im Januar 2026 bei rund 38 Cent pro Kilowattstunde. Trotz dieser vergleichsweise moderaten Werte raten Energieexperten dringend zu einem Tarifvergleich. Denn Sondertarife können häufig noch günstiger sein – vorausgesetzt, Verbraucherinnen und Verbraucher achten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Vertragsbedingungen, Laufzeiten und Seriosität der Anbieter. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale kann dabei helfen, unseriöse Angebote zu vermeiden und passende Tarife zu finden.

Deutlich weniger Bewegung gibt es hingegen beim Gas. Zum Jahreswechsel haben sich die Preise in der Grundversorgung kaum verändert. Ein Vergleich mit dem Frühjahr 2025 zeigt: Bei 20 von 43 Grundversorgern in Sachsen blieben die Preise unverändert, bei fünf Anbietern stiegen sie sogar leicht. Lediglich dort, wo es bereits im Laufe des Jahres 2025 Entlastungen gab, konnten Haushalte sparen – je nach Anbieter zwischen wenigen Euro und bis zu 467 Euro jährlich bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden.

Trotz dieser vereinzelten Entlastungen bleibt Gas teuer. Mit durchschnittlich 14,58 Cent pro Kilowattstunde bewegt sich die Gas-Grundversorgung bundesweit weiterhin auf einem hohen Niveau. Für viele Haushalte lohnt sich daher ein Blick auf Sondertarife oder alternative Heizlösungen. Auch hier unterstützt die Verbraucherzentrale mit individueller Beratung – sei es beim Anbieterwechsel, beim Umstieg auf erneuerbare Energien oder durch praktische Tipps zum Energiesparen.

Fazit: Während Stromkundinnen und -kunden zum Jahreswechsel zumindest teilweise aufatmen können, bleibt Gas ein Kostenfaktor. Wer sparen möchte, sollte aktiv werden, Tarife vergleichen und sich beraten lassen. Gerade in einem unübersichtlichen Energiemarkt zahlt sich Information aus – für den Geldbeutel ebenso wie für langfristige Planungssicherheit.

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