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USA:Mehrere Bundesstaaten betroffen: Salmonellen-Ausbruch möglicherweise durch rohe Austern verursacht

Engin_Akyurt (CC0), Pixabay

In den USA sorgt ein mehrstaatlicher Ausbruch von Salmonellen-Erkrankungen für Aufsehen. Laut einer aktuellen Gesundheitswarnung der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden bereits über 60 Infektionen in 22 Bundesstaaten registriert – offenbar in Zusammenhang mit dem Verzehr roher Austern.

Die Behörden versuchen derzeit, die genaue Herkunft der belasteten Meeresfrüchte zu ermitteln.

Doch wie gefährlich ist Salmonella eigentlich? Wer ist besonders betroffen? Und was sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beachten – gerade jetzt zur Feiertagszeit, wo Austern oft auf dem Speiseplan stehen?

Die wichtigsten Antworten liefert die Notfallmedizinerin und CNN-Expertin Dr. Leana Wen:

Was ist Salmonellenbefall – und wie äußert sich die Krankheit?

Salmonellen sind Bakterien, die in den USA zu den häufigsten Auslösern lebensmittelbedingter Erkrankungen gehören. Die Infektion erfolgt meist über kontaminierte Lebensmittel – darunter nicht nur Geflügel oder Eier, sondern auch Meeresfrüchte wie Austern.

Typische Symptome beginnen zwischen sechs Stunden und mehreren Tagen nach der Ansteckung und umfassen:

  • Durchfall

  • Magenkrämpfe

  • Fieber

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Müdigkeit und Dehydration

In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb einer Woche ohne spezielle Behandlung ab. Wichtig ist, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Nur bei schweren Verläufen oder bei besonders gefährdeten Personen kommen Antibiotika zum Einsatz.

Wer ist besonders gefährdet?

Bei bestimmten Personengruppen kann eine Salmonelleninfektion lebensbedrohlich werden, warnt Dr. Wen. Dazu zählen:

  • Menschen über 65

  • Kleinkinder und Säuglinge

  • Schwangere

  • Personen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. durch Krebs, Diabetes, Nierenerkrankungen oder immunsuppressive Medikamente)

Bei diesen Gruppen kann sich die Infektion vom Darm auf andere Organe oder ins Blut ausbreiten und eine Krankenhausbehandlung nötig machen. Schwangere riskieren zudem Komplikationen für das ungeborene Kind.

Wie gelangen Salmonellen in Austern?

Austern sind sogenannte Filtrierer – sie filtern große Mengen Wasser, um Nahrung aufzunehmen. Gelangt etwa Abwasser oder Fäkalien in das Gewässer, in dem sie leben, können sich Krankheitserreger im Inneren der Auster anreichern.

Da Austern oft roh oder nur leicht gegart serviert werden, fehlt die Hitze, die Bakterien abtöten würde. Selbst bei korrekter Lagerung und Hygiene bleibt ein Restrisiko bestehen.

Sind Austern jemals „sicher“ zu essen?

Ja – wenn sie vollständig durchgegart sind. Das bedeutet:

  • Austern in der Schale mindestens 4–9 Minuten dämpfen

  • Ohne Schale: mindestens 3 Minuten kochen, braten oder grillen

Wer Austern roh serviert, sollte sie kalt halten und nach spätestens zwei Stunden entsorgen – oder nach einer Stunde bei warmem Wetter.

Wichtig ist auch die Trennung von rohen und gegarten Speisen in der Küche, um Kreuzkontamination zu vermeiden.

Reichen Zitrone oder scharfe Soße als Schutz?

Nein. Weder Zitronensaft, Essig noch Chili töten Salmonellen ab. Nur eine Kerntemperatur von mindestens 63 °C für mindestens 15 Sekunden ist sicher.

Welche anderen Meeresfrüchte sind riskant?

Neben Austern bergen auch Muscheln, Jakobsmuscheln und rohe Fische wie Sushi potenzielle Risiken – vor allem, wenn sie aus belasteten Gewässern stammen oder falsch gelagert wurden.

Auch andere Lebensmittel wie ungekochte Eier, Rohmilchprodukte, nicht durchgegartes Fleisch oder Geflügel gehören zu den häufigsten Ursachen für lebensmittelbedingte Erkrankungen.

Wie kann man sich schützen?

  • Auf rohen Verzehr verzichten, vor allem bei Risiko-Personen

  • Hände gründlich mit Seife und Wasser waschen, besonders nach dem Umgang mit rohen Lebensmitteln

  • Küchengeräte und Arbeitsflächen desinfizieren

  • Lebensmittel richtig kühlen und nicht lange ungekühlt stehen lassen

  • Gesundheitswarnungen und Rückrufe beachten

Dr. Wen fasst zusammen:

„Meeresfrüchte können Teil einer gesunden Ernährung sein – solange sie sicher zubereitet werden. Gerade während aktueller Ausbrüche ist besondere Vorsicht geboten.“

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