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„Nicht als Berufsrisiko abtun“: Gewerkschaften und Politik verurteilen Gewalt gegen Feuerwehr und Polizei

Ricinator (CC0), Pixabay

Nach erneuten Angriffen auf Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei in der Silvesternacht wächst der Druck auf Politik und öffentliche Arbeitgeber. Gewerkschaften und Spitzenpolitiker verurteilen die Übergriffe scharf und fordern besseren Schutz für Einsatzkräfte.

Bundesweit wurden Helferinnen und Helfer mit Böllern und Raketen attackiert, mehrere Dutzend wurden verletzt. Zwar fiel das Ausmaß der Gewalt nach ersten Auswertungen geringer aus als in manchen Vorjahren, doch die Vorfälle sorgen weiter für große Besorgnis. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi spricht von einem inakzeptablen Zustand: Angriffe auf Menschen, die helfen, dürften niemals als „Berufsrisiko“ hingenommen werden. Gefordert werden wirksame Schutzkonzepte, bessere Ausrüstung und klare Nachsorgeangebote für Betroffene.

Auch aus der Politik kommen deutliche Worte. Vertreter von Union und SPD verlangen schnelle und konsequente Strafverfahren, damit Täter zügig zur Verantwortung gezogen werden. Statt immer neuer Debatten über Strafverschärfungen müsse vor allem die Justiz schneller reagieren, heißt es.

Polizeigewerkschaften berichten insbesondere aus Großstädten von gezielten Attacken auf Einsatzfahrzeuge. Das sei kein Zufall, sondern ein bewusster Angriff auf den Staat und seine Institutionen. Als mögliche Schutzmaßnahme bringen Gewerkschaften erneut den Einsatz von Bodycams ins Spiel, um Angriffe zu dokumentieren und abschreckend zu wirken.

Auch das Deutsche Rote Kreuz warnt vor einer zunehmenden Verrohung und fordert ein klares gesellschaftliches Signal. Gewalt gegen Einsatzkräfte sei ein Angriff auf alle, die sich für Sicherheit und Hilfe engagieren. Die Botschaft zum Jahresbeginn ist daher eindeutig: Respekt vor Rettern ist nicht verhandelbar.

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