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Neue Blutergüsse an Trumps Hand entfachen erneut Debatte über seinen Gesundheitszustand

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Neue Blutergüsse an der linken Hand von US-Präsident Donald Trump haben erneut Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst – knapp ein Jahr, nachdem er als ältester Präsident der US-Geschichte vereidigt wurde.

Bei mehreren öffentlichen Auftritten in der vergangenen Woche war an der Rückseite von Trumps linker Hand eine Verfärbung oder leichte Blutergussbildung zu erkennen – zusätzlich zu einem seit Monaten sichtbaren Bluterguss an seiner rechten Hand.

Diese Beobachtung wirft neue Fragen auf: Bisher hatte das Weiße Haus erklärt, die Verfärbung an der rechten Hand des 79-Jährigen sei auf häufiges Händeschütteln und die regelmäßige Einnahme von Aspirin zurückzuführen – Letzteres kann zu leichteren Blutungen und blauen Flecken führen. Doch Trump ist Rechtshänder – was die Erklärung für die neue Stelle fraglich erscheinen lässt.

Mediziner vermuten harmlose Ursache – warnen aber vor Intransparenz

Mehrere unabhängige Mediziner, die CNN die Bilder begutachteten, bewerten die Blutergüsse als altersbedingte Erscheinung und sehen keinen unmittelbaren medizinischen Grund zur Sorge. Doch sie warnen, dass die mangelnde Offenheit des Präsidenten bezüglich seines Gesundheitszustands nur weiter Spekulationen anheize.

„Solche Dinge lenken von dem Bild ab, das er von sich selbst zeichnen will“, sagte Dr. Jeffrey Linder, Leiter der Allgemeinen Inneren Medizin an der Northwestern University.

Trump schweigt – und provoziert neue Fragen

Bereits im Sommer war Trump wegen sichtbarer Schwellungen an den Beinen in den Fokus geraten. Damals teilte das Weiße Haus mit, er leide an chronischer Veneninsuffizienz, einer bei älteren Menschen häufigen Erkrankung.

Nun erklärte Pressesprecherin Karoline Leavitt lediglich:

„Präsident Trump ist ein Mann des Volkes. Er trifft mehr Amerikaner und schüttelt mehr Hände als jeder andere Präsident in der Geschichte.“

Auf Nachfrage zu Trumps Medikamenteneinnahme äußerte sich das Weiße Haus nicht. Auch ob er tatsächlich alle eingenommenen Arzneimittel offengelegt hat, blieb unbeantwortet.

Hinweise auf Blutverdünner?

Dr. Jonathan Reiner, Kardiologe und ehemaliger Arzt von Ex-Vizepräsident Dick Cheney, hält die Möglichkeit für realistisch, dass Trump neben Aspirin auch stärkere blutverdünnende Medikamente einnimmt – wie etwa Eliquis, das etwa Ex-Präsident Joe Biden offen deklariert hatte. Reiner betonte, das allein sei nicht bedenklich – aber:

„Die medizinische Frage rückt in den Hintergrund – das Hauptthema ist jetzt Transparenz.“

Schlaf, Scan, Spekulationen

Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt versucht, seine körperliche Fitness hervorzuheben, insbesondere im Kontrast zu seinem Amtsvorgänger Biden, den er regelmäßig wegen dessen Alters und Auftretens verspottet. Doch auch Trump selbst gerät zunehmend unter Beobachtung:

  • Im Oktober unterzog er sich einem ungeplanten zweiten Besuch im Militärkrankenhaus Walter Reed, nur Monate nach einem offiziellen Gesundheitscheck. Dabei wurde ein MRT durchgeführt, laut dem Weißen Haus eine „Routineuntersuchung“. Später erklärte sein Arzt, die Untersuchung habe Herz- und Bauchregion betroffen – und sei unauffällig verlaufen.

  • Dennoch kritisierten Mediziner wie Reiner das Vorgehen als „nicht standardmäßig“ und vermuteten, dass die Untersuchung durch konkrete Symptome ausgelöst worden sein könnte.

Macht der Bilder: Trump beim Dösen?

Auch kleinere Beobachtungen wie kurzes Dösen während öffentlicher Auftritte haben zuletzt zu medialer Aufmerksamkeit geführt. So etwa bei einem Termin im Oval Office und einem mehrstündigen Kabinettstreffen. Das Weiße Haus wies die Darstellung zurück, Trump habe geschlafen, und sprach von einem „Müll-Narrativ“. Doch selbst The New York Times berichtete über Trumps Gesundheits- und Tagesabläufe – was der Präsident als „Schmähartikel“ abtat.

Historiker: „Verletzlichkeit wird stärker wahrgenommen“

Für den Historiker Timothy Naftali ist klar: Je mehr Trump versucht, ein Bild von unerschütterlicher Stärke zu inszenieren, desto größer ist die Wirkung kleiner Schwächen.

„Der Präsident ist nicht mehr jung. Und wenn etwas überhöht verkauft wird, erscheint jede kleine Abweichung davon umso gravierender.“

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