Das zu Ende gehende Jahr 2025 geht erneut als Jahr der klimatischen Extreme in die Statistik ein. Zwar blieb es knapp unter dem absoluten Rekordjahr 2024, zählt aber dennoch zu den zweit- oder drittwärmsten Jahren seit Beginn der Messungen. Weltweit wurden tausende neue Temperaturrekorde registriert, während Extremwetterereignisse wie Überflutungen, Dürren und Wirbelstürme enorme Schäden verursachten.
Nach Angaben des Copernicus-Erdbeobachtungsprogramms lag die globale Durchschnittstemperatur 2025 rund 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau der Referenzperiode von 1850 bis 1900. Besonders bemerkenswert: Jänner 2025 war der wärmste Januar der Messgeschichte, alle weiteren Monate lagen jeweils auf Platz zwei oder drei.
CO₂-Emissionen auf Rekordniveau
Parallel zu den hohen Temperaturen erreichten auch die CO₂-Emissionen einen neuen Höchstwert: Mit 38,1 Milliarden Tonnen wurden weltweit so viele Treibhausgase ausgestoßen wie nie zuvor. Zwar hatte ein schwaches La-Niña-Ereignis – eine Abkühlung der Meeresoberflächen im Pazifik – zeitweise einen dämpfenden Effekt, doch dieser reichte nicht aus, um den langfristigen Erwärmungstrend aufzuhalten.
Besonders alarmierend ist der Dreijahresdurchschnitt von 2023 bis 2025, der voraussichtlich erstmals dauerhaft über 1,5 Grad liegen wird – und damit über dem Ziel des Pariser Klimaabkommens.
Hitze ohne Pause – neue Rekorde weltweit
2025 war geprägt von einer kaum überschaubaren Zahl an Jahreszeiten-, Monats- und Tagesrekorden. Der Winter war auf den weltweiten Landflächen der mildeste seit Messbeginn. Der März wurde zum wärmsten jemals gemessenen in Europa, Australien und Ozeanien.
Im April erlebte Asien extreme Hitze mit bis zu 49 Grad in Indien und Pakistan. Der Mai, global der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen, brachte den Vereinigten Arabischen Emiraten Temperaturen bis 52 Grad. Selbst Island meldete Rekorde – teils sieben Grad über bisherigen Höchstwerten.
Heißeste Sommer in Serie
Es folgte ein historisch heißer Sommer auf der Iberischen Halbinsel, im Vereinigten Königreich, in China, Südkorea und Japan. 46 Grad in Spanien, 47 Grad in Portugal und Meerestemperaturen von 31 Grad bei den Balearen setzten neue Maßstäbe. In Japan wurde der Sommerrekord nach 2023 und 2024 bereits zum dritten Mal in Folge gebrochen, zehntausende Menschen mussten wegen hitzebedingter Beschwerden medizinisch behandelt werden.
Auch andere Regionen traf es hart: In der Türkei wurde im Juli erstmals die 50-Grad-Marke überschritten, in Kanada wurden selbst im September noch 41 Grad gemessen.
Fazit
2025 bestätigt, was Klimaforscher seit Jahren warnen: Extreme werden zur neuen Normalität. Hitze, Dürre und Überschwemmungen nehmen zu, während Emissionen weiter steigen. Das Jahr reiht sich nahtlos in eine Serie von Extremjahren ein – und unterstreicht, wie dringend politische und gesellschaftliche Gegenmaßnahmen wären, um den Klimawandel noch zu bremsen.