Nach dem tödlichen Terroranschlag am Bondi Beach bereitet sich Sydney mit außergewöhnlich strengen Sicherheitsmaßnahmen auf die Silvesterfeiern vor. Die Behörden reagieren damit auf die angespannte Sicherheitslage rund um einen der publikumsstärksten Termine des Jahres.
Der Premierminister des Bundesstaates New South Wales, Chris Minns, kündigte ein außergewöhnlich großes Polizeiaufgebot an. Polizeikräfte sollen in hoher Zahl im gesamten Stadtgebiet sowie an neuralgischen Punkten wie dem Hafen, in der Innenstadt und an Veranstaltungsorten präsent sein. Teilweise würden die Beamtinnen und Beamten auch mit Langwaffen eingesetzt – ein Vorgehen, das für die Polizei des Bundesstaates sonst unüblich ist.
Minns betonte, die Maßnahmen dienten ausschließlich dem Schutz der Bevölkerung. Die Sicherheitsbehörden wollten alles tun, um einen friedlichen Jahreswechsel zu gewährleisten. Gleichzeitig rief der Premier die Menschen dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen und an den traditionellen Feierlichkeiten teilzunehmen. „Wir dürfen diese Leute nicht gewinnen lassen“, erklärte Minns mit Blick auf die Täter des Anschlags.
Insbesondere die weltbekannten Feuerwerke im Hafen von Sydney gelten als eines der größten Silvesterereignisse weltweit und ziehen normalerweise Hunderttausende Besucher an. Die Behörden rechnen trotz der angespannten Lage erneut mit großen Menschenmengen und haben deshalb ihre Einsatz- und Sicherheitskonzepte deutlich ausgeweitet.
Neben uniformierten Kräften sollen auch zivile Polizeieinheiten, verstärkte Kontrollen sowie zusätzliche Absperrungen zum Einsatz kommen. Besucherinnen und Besucher müssen sich auf Sicherheitschecks, längere Wartezeiten und eingeschränkte Zugänge einstellen.
Mit der Mischung aus sichtbarer Präsenz und klaren politischen Botschaften will die Regierung von New South Wales ein Signal senden: Wachsamkeit ja – Angst nein. Die Silvesternacht soll trotz der erhöhten Sicherheitslage ein Zeichen für Zusammenhalt, Normalität und Widerstandsfähigkeit gegen Terror sein.