Im Zuge finanzieller Turbulenzen hat das Amtsgericht Flensburg am 11. Dezember 2025 um 10:00 Uhr die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Skandic und Nordic Reisemobile GmbH angeordnet. Das in Handewitt ansässige Unternehmen mit Sitz im Skandinavien-Bogen 4 ist im Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg unter der Nummer HRB 7166 eingetragen und wird von Geschäftsführer Frank Niehoff geleitet. Juristisch vertreten wird die Gesellschaft im Verfahren von der Kanzlei DanTaxLegal, einer Berufsausübungsgesellschaft aus Steuerberatern und Rechtsanwälten mit Sitz in Harrislee.
Der Beschluss zur vorläufigen Insolvenzverwaltung nach § 21 der Insolvenzordnung soll das Vermögen der Gesellschaft vor nachteiligen Veränderungen schützen und eine geordnete Prüfung der wirtschaftlichen Lage ermöglichen. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde Rechtsanwalt Ygglev Stintzing aus Flensburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Seine Kanzlei in der Rathausstraße 1 wird ab sofort mit der Überwachung sämtlicher finanzieller Aktivitäten des Unternehmens betraut.
Eine besonders einschneidende Konsequenz dieser Entscheidung ist die Anordnung, dass sämtliche Verfügungen der Schuldnerin nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters rechtswirksam sind. Diese Regelung betrifft insbesondere die Einziehung offener Forderungen und sichert damit auch die Interessen der Gläubiger ab.
Das Unternehmen Skandic und Nordic Reisemobile GmbH hat sich auf den Handel mit sowie die Vermietung von Wohnmobilen mit skandinavischem Flair spezialisiert und war in den letzten Jahren in einem wachsenden Nischenmarkt aktiv. Ob eine Fortführung des Unternehmens denkbar ist oder eine zerschlagende Abwicklung droht, wird im weiteren Verfahren zu klären sein.
Gläubiger oder andere Betroffene haben gemäß der gesetzlichen Vorgaben das Recht, innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung oder Veröffentlichung des Beschlusses sofortige Beschwerde beim Amtsgericht Flensburg einzulegen. Die Frist beginnt mit dem frühesten der drei Ereignisse: Verkündung, Zustellung oder öffentliche Bekanntmachung im Internet unter www.insolvenzbekanntmachungen.de.
Die Einreichung von Rechtsmitteln kann schriftlich oder zu Protokoll eines beliebigen Amtsgerichts erfolgen. Für juristische Personen und anwaltlich Vertretene ist eine elektronische Übermittlung unter Einhaltung der technischen Vorgaben zwingend vorgeschrieben.
Mit dieser Entscheidung tritt das Unternehmen in eine kritische Phase ein, in der sowohl wirtschaftliche als auch strategische Entscheidungen unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters getroffen werden müssen. Für Kunden, Partner und Gläubiger ist es nun von Bedeutung, den Fortgang des Verfahrens aufmerksam zu verfolgen.