Ein Ferrari ist nicht nur ein Auto – für viele Besitzer ist er ein Schatz, der besondere Pflege verdient. Das dachte sich offenbar auch ein Österreicher, der seinen rund 300.000 Euro teuren Supersportwagen nicht der Witterung oder dem Risiko von Kratzern und Diebstahl auf der Straße aussetzen wollte. Weil ihm jedoch keine Garage zur Verfügung stand, griff er zu einer ungewöhnlichen und spektakulären Lösung: Er parkte den Wagen kurzerhand auf seinem Balkon.
Mit Hilfe eines Krans wurde der Luxuswagen in luftige Höhen befördert und auf dem Balkon seiner Wohnung abgestellt – ein Anblick, der nicht nur in der Nachbarschaft für großes Staunen sorgte, sondern auch in sozialen Medien viral ging. Das Fahrzeug stand gut sichtbar wie ein Ausstellungsstück über der Straße, sorgte für Aufsehen und zahlreiche Schaulustige.
Doch die extravagante Aktion blieb nicht lange unbeachtet. Behörden wurden schnell auf das ungewöhnliche Balkon-Parkhaus aufmerksam und schalteten sich ein. Die örtliche Bau- und Sicherheitsbehörde prüfte die Statik des Gebäudes und kam offenbar zu einem eindeutigen Urteil: Der Ferrari musste wieder runter. Die Aufbewahrung eines Fahrzeugs auf einem Balkon sei baurechtlich unzulässig und könne unter Umständen sogar gefährlich werden.
So spektakulär wie der Aufzug war auch der Abgang: Erneut musste ein Kran anrücken, um den Ferrari sicher zurück auf festen Boden zu bringen. Ob der kreative Autobesitzer nun ein Bußgeld zahlen muss oder eine andere Unterbringungsmöglichkeit für seinen Sportwagen findet, ist noch unklar.
Fest steht: Der Ferrari auf dem Balkon war zwar kein Dauerparker, dafür aber ein eindrucksvoller Beweis für die Hingabe mancher Autofans – und für die Grenzen kreativer Lösungen im urbanen Raum.