RTL Deutschland kündigt einen der größten Personalumbauten der vergangenen Jahre an. Insgesamt sollen rund 600 Stellen gestrichen werden, wie der Medienkonzern mitteilte. Betroffen sind alle deutschen Standorte und damit sämtliche Unternehmensbereiche von Redaktion über Technik bis Verwaltung.
Personalabbau soll möglichst sozialverträglich erfolgen
RTL betont, betriebsbedingte Kündigungen soweit wie möglich vermeiden zu wollen. Stattdessen setzt der Konzern auf:
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Abfindungsprogramme,
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freiwillige Aufhebungsvereinbarungen
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sowie Modelle zur Altersteilzeit.
Ziel sei es, den Abbau „so sozialverträglich wie möglich“ zu gestalten.
Wirtschaftlicher Druck belastet TV-Geschäft
Der Stellenabbau erfolgt vor dem Hintergrund eines spürbar schwieriger werdenden Marktes. RTL verweist insbesondere auf:
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schwache TV-Werbeeinnahmen,
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eine anhaltende Konsumzurückhaltung,
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steigende Produktions- und Programmkosten.
Das klassische lineare Fernsehen verliert zudem seit Jahren an Reichweite, während internationale Streaminganbieter weiter wachsen.
Strategische Neuausrichtung: RTL+ im Mittelpunkt
Mit dem Stellenabbau stellt RTL die Weichen für die Zukunft. Der Konzern will sich stärker auf Streamingangebote konzentrieren und seine Plattform RTL+ weiter ausbauen – sowohl inhaltlich als auch technologisch.
Streaming gilt als zentraler Wachstumstreiber des Unternehmens. Inhalte, Produktionen und Ressourcen sollen deshalb künftig stärker auf digitale Formate ausgerichtet werden.
Die Kürzungen sind Teil einer breiteren Transformation der Medienbranche, in der sich viele Unternehmen gezwungen sehen, ihre Geschäftsmodelle an veränderte Zuschauergewohnheiten und sinkende Werbemärkte anzupassen.