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Vorläufige Insolvenzverwaltung über die Schleede Karosserie & Lackzentrum GmbH angeordnet

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Aktenzeichen 67g IN 370/25

Das Amtsgericht Hamburg hat am 27. November 2025 um 15:49 Uhr eine wichtige Entscheidung im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Schleede Karosserie & Lackzentrum GmbH getroffen. Das traditionsreiche Unternehmen mit Sitz am Curslacker Neuer Deich 33 in Hamburg-Bergedorf ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der regionalen Kfz-Branche. Eingetragen im Handelsregister unter HRB 106661 und geführt von Geschäftsführer Gunnar Uwe Lehmann, widmet sich die Gesellschaft insbesondere der Instandsetzung von Karosserieschäden, umfangreichen Reparaturarbeiten sowie Lackierungen aller Art.

Aufgrund der eingetretenen finanziellen Schwierigkeiten hat das Gericht nun vorläufige Sicherungsmaßnahmen gemäß den §§ 21 und 22 InsO angeordnet. Damit einher geht ein erheblicher Eingriff in die unternehmerische Selbstständigkeit der Gesellschaft. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Christian M. Scholz bestellt. Seine Kanzlei an der Drehbahn ist auf anspruchsvolle Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren spezialisiert und verfügt über umfassende Erfahrung in der Verwaltung komplexer Unternehmensstrukturen.

Mit dem Beschluss verlieren die Verantwortlichen der Schleede Karosserie & Lackzentrum GmbH die Befugnis, ohne Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters über Vermögensbestandteile zu verfügen. Dieser Schritt soll verhindern, dass Vermögenswerte unkontrolliert abfließen oder die Insolvenzmasse geschmälert wird. Parallel dazu erging die Anordnung, dass sämtliche Drittschuldner ihre Zahlungen nicht mehr an die Gesellschaft, sondern ausschließlich unter Beachtung der Verfügungen des Verwalters zu erbringen haben. Zugleich erhält dieser die Befugnis, sämtliche Bankguthaben sowie Forderungen des Unternehmens einzuziehen und einzugehen­de Gelder entgegenzunehmen.

Weiterhin untersagte das Gericht alle Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegenüber der Schuldnerin, sofern keine unbeweglichen Gegenstände betroffen sind. Bereits eingeleitete Vollstreckungen werden vorübergehend ausgesetzt, um die wirtschaftliche Substanz des Unternehmens zu schützen und eine geordnete Analyse der Lage zu ermöglichen.

Mit diesen Schritten ist ein entscheidender Abschnitt für die Zukunft der Schleede Karosserie & Lackzentrum GmbH eingeleitet. Während der vorläufige Insolvenzverwalter nun die wirtschaftlichen Verhältnisse prüft und die Voraussetzungen für eine mögliche Fortführung oder späteres Verfahren schafft, richtet sich der Blick vieler Kunden und Geschäftspartner auf die weiteren Entwicklungen – in der Hoffnung, dass eine tragfähige Lösung gefunden werden kann.

Amtsgericht Hamburg, 27.11.2025

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