Auf Sizilien ist der Polizei ein außergewöhnlicher Tierschutz-Erfolg gelungen. Ermittler der Carabinieri befreiten einen jungen Schimpansen, der unter gravierend vernachlässigten Bedingungen gehalten wurde. Das Tier war an einer Kette fixiert, wies Verletzungen auf und vegetierte in einem dunklen Verschlag hinter Metallgittern – fern von jeder artgerechten Umgebung.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Besitzer den Schimpansen illegal aus Malta nach Italien gebracht haben. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf den florierenden Schwarzmarkt für exotische Tiere, der immer wieder mit brutalen Haltungsbedingungen einhergeht.
Der Affe wurde umgehend in den Zoo von Rom überführt, wo erfahrene Tierärzte und Verhaltensspezialisten nun versuchen, ihn medizinisch zu stabilisieren und schrittweise zu rehabilitieren. Wegen seiner Vorgeschichte und des jungen Alters sei eine spätere Auswilderung jedoch äußerst unwahrscheinlich. Stattdessen wird der Schimpanse voraussichtlich dauerhaft in professioneller Betreuung bleiben müssen.
Die Behörden ermitteln unterdessen gegen den Besitzer wegen illegalen Besitzes und möglicher Verstöße gegen internationale Artenschutzbestimmungen.