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Deutschlands Nettobeitrag an die EU sinkt deutlich

NoName_13 (CC0), Pixabay

Die deutschen Nettozahlungen an die Europäische Union sind erneut zurückgegangen. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft haben sich die Beiträge, die Deutschland nach Abzug aller EU-Rückflüsse leistet, seit 2022 um rund ein Drittel verringert.

Für das Jahr 2024 beträgt der Nettobeitrag demnach 13,1 Milliarden Euro. 2023 lag er bei 17,4 Milliarden Euro, 2022 sogar bei 19,7 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahres ist der deutsche Nettoanteil damit um etwa 6,6 Milliarden Euro gesunken. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die anhaltend schwache wirtschaftliche Lage in Deutschland, die sich direkt auf die Höhe der EU-Zahlungen auswirkt.

Trotz des Rückgangs bleibt Deutschland weiterhin der größte Nettozahler unter den EU-Mitgliedstaaten. Rechnet man den Betrag auf die Bevölkerung um, entspricht dies etwa 157 Euro pro Person. Frankreich folgt mit rund 4,8 Milliarden Euro Nettobeitrag auf Platz zwei, Italien liegt mit 1,6 Milliarden Euro auf Rang drei.

Verschiebungen bei den Nettoempfängern

Gleichzeitig verschieben sich die Ranglisten auf der Empfängerseite. Länder mit robustem Wirtschaftswachstum – darunter Polen – erhalten inzwischen weniger EU-Mittel als in den Vorjahren. Nach 8,1 Milliarden Euro Nettozuflüssen im Jahr 2023 liegt Polen nun mit 2,9 Milliarden Euro auf Rang zwei der Empfängerländer.

Größter Nettoempfänger im Jahr 2024 ist Griechenland mit 3,5 Milliarden Euro, gefolgt von Rumänien mit 2,7 Milliarden Euro.

Finanzielle Kennzahlen nur ein Teilaspekt

Expertinnen und Experten betonen, dass die finanzielle Bilanz nur einen Ausschnitt der Vorteile einer EU-Mitgliedschaft darstellt. Neben den direkten Zahlungsströmen spielen etwa gemeinsamer Binnenmarkt, Handel, Forschung und sicherheitspolitische Kooperation eine wesentliche Rolle für die Mitgliedstaaten.

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