Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Konstantin Wecker Anfang der 2010er-Jahre eine Beziehung zu einer damals minderjährigen jungen Frau gehabt haben soll. Laut dem Artikel lernte der Musiker die damals 15-Jährige nach einem Konzert kennen, woraufhin über Monate ein sehr enger Kontakt entstand.
Mit Erreichen ihres 16. Lebensjahres soll es laut Darstellung der Frau erstmals zu körperlicher Nähe gekommen sein. Die SZ schreibt, dass beide damals mehrere Male intime Begegnungen in Hotels hatten. Zudem habe Wecker sie in dieser Zeit gebeten, Nachrichten zu löschen.
Die heute 30-Jährige leidet laut Bericht seit Jahren unter psychischen Belastungen und befindet sich deshalb in therapeutischer Behandlung.
Wecker bittet um Entschuldigung
Der Anwalt des 78-jährigen Liedermachers teilte mit, Wecker empfinde „tiefstes Bedauern“. Er habe die Verbindung als einvernehmlich in Erinnerung, sei sich aber bewusst, dass sein Verhalten rückblickend moralisch „gänzlich unangemessen“ gewesen sei.
Zudem verweist der Musiker darauf, dass er in dieser Lebensphase alkoholabhängig gewesen sei und „häufig nicht zurechnungsfähig“ gehandelt habe. Wecker ist seit vier Jahren abstinent und engagiert sich in einer Selbsthilfegruppe.
Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Beziehung lebte er getrennt von seiner Frau. Das Paar, Eltern zweier erwachsener Söhne, gab seine Trennung 2013 öffentlich bekannt, fand später aber wieder zusammen.
Kürzlich sagte Wecker alle geplanten Konzerte ab – laut Mitteilung aus gesundheitlichen Gründen, wenige Tage nachdem er von der SZ mit den Vorwürfen konfrontiert worden war.