Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor mehreren WhatsApp-Gruppen, die unter Namen wie „Vermögensclub (G138)“, „Vermögensclub (G136)“, „BörsenClub Select C299“, „Greenhill-4359-VIP“, „GCLLP Aktienakademie (F6)“ oder „GCLLP Finanz-Lernrunde-F117“ auftreten. Die Gruppen werden von einem Anbieter betrieben, der sich „Greenhill“ nennt – jedoch ohne jede BaFin-Erlaubnis.
In diesen Chatgruppen sollen Verbraucherinnen und Verbraucher dazu verleitet werden, über eine sogenannte Greenhill-App Finanzinstrumente zu handeln. Die BaFin geht davon aus, dass die unbekannten Betreiber unerlaubt Bankgeschäfte und/oder Finanzdienstleistungen erbringen.
Wichtig:
➡️ Diese Gruppen stehen in keinem Zusammenhang mit der lizenzierten Greenhill Europe GmbH & Co. KG.
➡️ Die Betreiber sind nicht von der BaFin beaufsichtigt und handeln mutmaßlich ohne Zulassung.
Die Warnung basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG).
Unerlaubte Online-Finanzangebote – ein wachsendes Risiko
Die BaFin erinnert daran, dass Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland nur mit einer gültigen Erlaubnis der Aufsicht angeboten werden dürfen. Dennoch treten immer häufiger Anbieter auf, die über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram versuchen, Anleger mit Gruppen, „VIP-Runden“ oder angeblichen Lernforen in riskante oder betrügerische Geschäfte zu drängen.
Hinweise für Verbraucherinnen und Verbraucher
Die BaFin, das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter raten:
- Keine Gelder über WhatsApp-Gruppen investieren
- Keine Apps unbekannter Anbieter installieren
- Skeptisch sein bei hohen Renditeversprechen
- Anbieter vorab in der BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen
- Im Zweifel keine persönlichen Daten preisgeben
Zudem empfiehlt die BaFin die Podcast-Folge „Vorsicht, Betrug“, in der erklärt wird, wie man Finanzbetrug frühzeitig erkennt und sich wirksam schützt.
Mit dieser Warnung macht die BaFin erneut klar: Anlegerinnen und Anleger sollten sich nicht von professionell gestalteten Chatgruppen oder vermeintlichen Expertenprofilen täuschen lassen – besonders dann, wenn Anbieter keine Regulierung besitzen oder eine Aufsicht vortäuschen.