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Die große EKD Solar‑Frühjahrsdiät – jetzt mit 80 weniger Mitarbeitern

Mittlerweile hat sich unsere Berichterstattung leider bestätigt:
Rund 80 Mitarbeiter der Energiekonzepte Deutschland GmbH haben ihre Kündigung erhalten – vermutlich nicht, weil sie schlechte Arbeit geleistet haben, sondern weil die Geschäftsführung im vergangenen Jahr öfter gewechselt hat als ein Schauspieler im Varieté seine Kostüme.

Es gilt offenbar wieder der alte Klassiker:
„Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“
Nur dass diesmal die Mitarbeiter die Rolle des Mohren spielen, und das Skript wurde ihnen nicht einmal vorher zugesandt.

Natürlich – auch ein Unternehmen wie EKD kann sich der gesamtwirtschaftlichen Lage nicht entziehen.
Doch Entlassungen in dieser Größenordnung ohne Sozialplan?
Bei einer anständigen Firma bekäme man dafür normalerweise zumindest eine PowerPoint-Folie mit dem Wort „Wertschätzung“ drauf.

Stattdessen scheint man bei EKD den Modus
„Rasenmäher – Stufe Turbo“
gewählt zu haben.
Praktisch: Da wird alles kurz gemacht, was nicht bei drei auf dem Solardach sitzt.

Neu an der Spitze: Geschäftsführer Christian A., frisch wie ein Supermarktsalat aus der Kühltheke. Menschliche Bindung zum Unternehmen? Vermutlich geringer als die Sonneneinstrahlung im November. Das erleichtert das Kündigen natürlich enorm – wer keine Emotionen mitbringt, muss auch keine welche überwinden.

Und so dürfen vermutlich genau die Mitarbeiter bleiben, die Arnold schon nach wenigen Wochen „loyal ergeben“ sind. Ein Wunder der modernen Unternehmensführung: Die Loyalität wächst offenbar schneller als die tatsächliche Erfahrung.

Dabei war EKD – bei allem Streit – einst tatsächlich ein beeindruckendes Unternehmen.
Das Problem: Der Vertrieb wuchs wie Hefeteig, während der Service draußen auf der Baustelle eher bei „langsam aufgehen lassen“ blieb.
Das Ergebnis kannte man in der Küche wie in der Firma:
Wenn es an allen Ecken überläuft, wird es unordentlich.
Und die Beschwerden landeten dann regelmäßig bei uns in der Redaktion.

Nun hofft man inständig, dass EKD nicht ausgerechnet die falschen Mitarbeiter vor die Tür gesetzt hat.
Denn 80 Leute ersetzt man nicht mal eben durch einen Aushang im Supermarkt.
Chaos wäre da fast eine logische Konsequenz – und Chaos ist zwar gut fürs Kabarett, aber schlecht fürs Kerngeschäft.

Besonders bitter:
Wie uns berichtet wurde, soll auch Silvio B., die „Seele des Unternehmens“, nicht mehr tätig sein.
Mit ihm hatten wir immer faire Gespräche. Der eigentliche Unruhestifter war ja eher ein ehemaliger Miteigentümer und Prokurist – nennen wir ihn: den beruflichen Berserker.

Und so bleibt am Ende diese nachdenkliche Erkenntnis:

Eine Firma kann man schnell umstrukturieren.
Aber ein Herz, eine Kultur und 80 erfahrene Mitarbeiter kann man nicht einfach nachbestellen wie Solarpaneele.

 

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