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Osnabrück fährt an die Spitze – mit 94 Prozent E-Bussen ist die Stadt Deutschlands Vorreiter im grünen Nahverkehr

ENiemela (CC0), Pixabay

Während andere Städte noch planen, fährt Osnabrück bereits elektrisch voraus: Mit einer E-Bus-Quote von 94 Prozent hat die Stadt bundesweit die Nase vorn. Laut dem aktuellen E-Bus-Radar von PwC Deutschland, der dem NDR vorliegt, sind 81 von 86 Bussen im Stadtverkehr Osnabrücks rein elektrisch unterwegs – ein Rekordwert in ganz Deutschland.

Der Erfolg ist das Ergebnis einer konsequenten Strategie, die Stadtwerke Osnabrück und die Stadtverwaltung seit 2019 gemeinsam verfolgen. Schritt für Schritt wurde die Diesel-Flotte ersetzt, allein in der vergangenen Woche kamen 19 neue vollelektrische Busse hinzu. Damit werden laut Stadtwerken jährlich rund 3.000 Tonnen CO₂ eingespart – ein Meilenstein für den kommunalen Klimaschutz.

Niedersachsen schaut nach Osnabrück

Im Vergleich zu anderen Städten im Land spielt Osnabrück inzwischen in einer eigenen Liga.
In Hannover liegt der Anteil an E-Bussen mit 30 Prozent (51 von 170 Fahrzeugen) deutlich darunter, in Braunschweig fahren lediglich 16 Prozent der Busse elektrisch (26 von 166).

Der Bericht von PwC hebt hervor, dass Osnabrück damit nicht nur im Land, sondern bundesweit Vorbildcharakter habe. „Osnabrück zeigt, dass nachhaltiger Nahverkehr keine Zukunftsvision, sondern längst Realität sein kann“, heißt es in der Analyse.

Weniger Lärm, mehr Sicherheit – die Nebeneffekte des Umstiegs

Die Stadtwerke Osnabrück sehen den Wandel als Erfolg auf ganzer Linie. Neben der Umweltbilanz habe sich auch das Sicherheits- und Komfortniveau im Stadtverkehr verbessert.
„Unsere E-Busse fahren nicht nur leiser, sondern auch sicherer“, sagt Tanja Stiegeler, Geschäftsführerin der SWO Mobil, im Gespräch mit dem NDR. „Die neuen Modelle verfügen über modernste Assistenzsysteme und tragen damit zu einem ruhigeren, sichereren Stadtverkehr bei.“

Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst: Radfahrer und Fußgänger empfinden den Verkehr mit E-Bussen als angenehmer – weniger Abgase, weniger Lärm, mehr Rücksicht.

Osnabrück als Modellstadt für klimafreundliche Mobilität

Das ehrgeizige Ziel der Stadtwerke: Bis 2026 sollen alle Busse emissionsfrei fahren. Damit würde Osnabrück die erste Großstadt Deutschlands mit einer komplett elektrischen Busflotte werden.

Der Erfolg ist kein Zufall: Bereits seit Jahren investiert die Stadt in Ladeinfrastruktur, Werkstattmodernisierung und Schulungen für Fahrerinnen und Fahrer. Gefördert wird das Projekt unter anderem durch Bundesmittel und die Unterstützung des Landes Niedersachsen.

„Der Umbau unseres Nahverkehrs war eine enorme Herausforderung, aber auch eine Investition in die Zukunft“, erklärt Stiegeler. „Wir wollen zeigen, dass Klimaschutz und Mobilität Hand in Hand gehen können.“

Fazit

Osnabrück hat vorgemacht, was viele Kommunen noch planen: Eine nahezu vollständig elektrische Busflotte, die den Stadtverkehr leiser, sauberer und moderner macht.
Mit 94 Prozent E-Anteil ist die Stadt heute Deutschlands Vorreiter in der Verkehrswende – ein Beispiel dafür, wie konsequente Planung und politischer Wille zu messbarem Klimaschutz führen können.

Für andere Städte könnte Osnabrück damit zum Blaupause-Projekt werden – und zum Beweis, dass nachhaltige Mobilität nicht in Brüssel beschlossen, sondern auf kommunaler Ebene umgesetzt wird.

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