Az.: 252 IN 113/25
Das Amtsgericht Dortmund hat im Insolvenzeröffnungsverfahren gegen die Werk 1 Ernst Classic Car GmbH am 7. November 2025 eine klare Entscheidung getroffen: Der von einer Gläubigerin gestellte Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde mangels Masse abgewiesen.
Die Schuldnerin, mit Sitz in der Glückaufsegenstraße 82–86, 44265 Dortmund, war im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter der Nummer HRB 31659 eingetragen. Zuvor firmierte das Unternehmen unter dem Namen Freddy’s Garage GmbH. Als Geschäftsführer fungierte Peter Schaper-Schneider, wohnhaft in der An der Deipenbeck 9, 44388 Dortmund.
Die Gesellschaft war in einem breit gefächerten Bereich tätig: Sie handelte mit Kraftfahrzeugen, Anhängern, Fahrrädern, Bekleidung und Merchandise-Artikeln, bot die Vermietung von Fahrzeugen an und betrieb zudem eine Kfz-Meisterwerkstatt. Trotz dieser vielfältigen Geschäftsfelder reichten die wirtschaftlichen Mittel offenbar nicht mehr aus, um ein Insolvenzverfahren überhaupt eröffnen zu können.
Die Entscheidung nach § 26 Abs. 1 InsO bedeutet, dass keine verwertbare Insolvenzmasse vorhanden ist, aus der die Verfahrenskosten – wie etwa die Vergütung eines Insolvenzverwalters oder die Gerichtskosten – beglichen werden könnten. In solchen Fällen wird der Insolvenzantrag abgewiesen, ohne dass es zu einer ordentlichen Verfahrenseröffnung kommt.
Für die antragstellende Gläubigerin sowie mögliche weitere Gläubiger ist dies ein herber Rückschlag: Ohne eröffnetes Verfahren besteht keine Möglichkeit zur quotenmäßigen Befriedigung von Forderungen, und es wird keine geregelte Abwicklung des Unternehmens vorgenommen.
In der Folge steht meist die Löschung der Gesellschaft aus dem Handelsregister an – es sei denn, Dritte sichern nachträglich Masse zu oder übernehmen Verfahrenskosten. Ansonsten gilt die Werk 1 Ernst Classic Car GmbH mit dieser Entscheidung als wirtschaftlich und rechtlich handlungsunfähig.
Mit dem Beschluss endet das Insolvenzverfahren bereits im Antragsstadium – ein deutliches Zeichen für das endgültige Scheitern des Unternehmens.