Online-Shopping boomt – doch mit dem Wachstum steigen auch die Probleme. Laut dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat die Zahl der Kundenbeschwerden über Online-Händler im ersten Halbjahr 2025 um 14 Prozent zugenommen. Besonders häufig ging es um Schwierigkeiten im digitalen Bereich, also um Probleme mit Bestellungen, Zahlungen oder Rücksendungen.
In mehr als der Hälfte der Fälle betrafen die Beschwerden genau solche Online-Geschäfte – ein deutliches Zeichen dafür, dass der virtuelle Handel trotz Komfort weiterhin viele Fallstricke birgt.
💻 78 Prozent der Verbraucher hatten Online-Probleme
Eine aktuelle Befragung unter Verbraucherinnen und Verbrauchern zeichnet ein klares Bild: 78 Prozent gaben an, in den vergangenen zwei Jahren Probleme beim Online-Einkauf gehabt zu haben.
Zu den häufigsten Ärgernissen zählen:
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verspätete oder gar nicht gelieferte Waren,
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fehlende oder verweigerte Rückerstattungen,
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komplizierte oder versteckte Rücksendebedingungen,
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falsche oder irreführende Preisangaben,
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und unklare Kontaktmöglichkeiten bei ausländischen Anbietern.
⚠️ Ausländische Plattformen im Fokus
Besonders oft kommen die Beschwerden laut Verbraucherzentrale über unbekannte oder ausländische Online-Shops, die aggressiv über Social Media werben. Viele dieser Anbieter locken mit vermeintlichen Schnäppchen, liefern aber entweder minderwertige Ware – oder gar nichts.
„Verbraucherinnen und Verbraucher sind häufig chancenlos, wenn sich die Anbieter im Ausland befinden und auf Reklamationen nicht reagieren“, warnte ein Sprecher des vzbv.
🛡️ Forderung nach mehr Regulierung
Die Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz und strengere Vorgaben für Online-Plattformen. Händler sollten verpflichtet werden, ihre Identität und den Geschäftssitz klar anzugeben. Zudem müsse die EU stärker gegen betrügerische Online-Shops vorgehen, etwa durch schnellere Sperrungen unseriöser Webseiten.
Auch der Verbraucherschutz im digitalen Handel müsse nach Ansicht des Verbands „endlich mit der Realität des Marktes Schritt halten“.
Fazit
Der Online-Handel bleibt für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ein zweischneidiges Schwert: bequem, vielfältig – aber auch riskant. Die steigenden Beschwerdezahlen zeigen, dass der digitale Einkauf längst kein Selbstläufer ist. Wer online bestellt, sollte daher genauer hinsehen – und im Zweifel lieber auf bekannte Anbieter setzen.