Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlägt Alarm: In mehreren WhatsApp-Gruppen werden derzeit dubiose Finanzempfehlungen und Krypto-Investments unter dem Namen der FERI AG verbreitet – tatsächlich handelt es sich um einen klaren Fall von Identitätsdiebstahl.
Nach Erkenntnissen der BaFin werden in diesen Gruppen, die unter Namen wie „DAX-Aktionärskreis-VIP 75“, „DAX-Kapitalaufstieg-VIP09“ und „DAX-Pioneer-VIP168“ laufen, angebliche Insidertipps zu Finanzinstrumenten und Kryptowährungen geteilt. Den Teilnehmern wird suggeriert, sie könnten über eine App namens FERI PRO investieren – doch diese App stammt nicht von der echten FERI AG.
Identitätsdiebstahl mit falschen Namen
Die Betreiber geben vor, mit einem angeblichen FERI-Mitarbeiter namens Soumelidis und dessen „Assistentin“ Laura Becker in Kontakt zu stehen. Laut BaFin gibt es zwar tatsächlich einen Mitarbeiter dieses Namens bei der echten FERI AG – doch er steht in keinerlei Verbindung zu den WhatsApp-Gruppen oder der App.
„Hier wird der Name eines realen Unternehmens und eines echten Mitarbeiters missbraucht, um Vertrauen zu erwecken“, warnt ein Sprecher der Finanzaufsicht.
Ziel der Betrüger sei es, Anleger in einen vermeintlichen Investitionsplan namens „Nova Equity Phase II“ zu locken. Dazu sollen sie über die App FERI PRO ein „institutionelles Konto“ eröffnen und anschließend Einzahlungen auf ausländische Konten tätigen – ein typisches Merkmal professioneller Anlagebetrugsmaschen.
Unerlaubte Finanzdienstleistungen – keine BaFin-Erlaubnis
Die Betreiber dieser WhatsApp-Gruppen erbringen laut BaFin unerlaubt Finanz- und Wertpapierdienstleistungen sowie Kryptowerte-Dienstleistungen. Für solche Angebote ist in Deutschland eine Erlaubnis der BaFin zwingend erforderlich – diese liegt hier nicht vor.
Anlegerinnen und Anleger sollten deshalb äußerst misstrauisch sein, wenn sie über Messenger-Dienste oder Social-Media-Gruppen zu Geldanlagen aufgefordert werden.
„Seriöse Anbieter werben nicht per WhatsApp-Gruppen oder fordern zu Überweisungen auf ausländische Konten auf“, mahnt die Aufsicht.
So können sich Betroffene schützen
Die BaFin rät:
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Keine persönlichen Daten oder Ausweiskopien an unbekannte Absender weitergeben.
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Keine App installieren, deren Herkunft unklar ist.
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Keine Zahlungen auf Konten leisten, die im Ausland liegen oder auf Privatpersonen lauten.
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Angebote immer über die BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen, um sicherzugehen, dass der Anbieter eine gültige Lizenz besitzt.
Betroffene, die bereits Geld überwiesen oder persönliche Daten preisgegeben haben, sollten sofort Anzeige bei der Polizei erstatten und sich an ihre Hausbank wenden, um Rückbuchungen zu prüfen.
BaFin mahnt zur Vorsicht – Identitätsmissbrauch nimmt zu
Die Warnung reiht sich ein in eine Serie von Betrugsfällen, bei denen bekannte Finanzunternehmen oder Fondsanbieter als Tarnung für Online-Investmentbetrug missbraucht werden. Der Missbrauch bekannter Markennamen wie FERI, BlackRock oder Allianz zielt darauf ab, bei Anlegern ein falsches Sicherheitsgefühl zu erzeugen.
Die BaFin ruft daher alle Verbraucherinnen und Verbraucher zur besonderen Wachsamkeit auf:
„Wenn ein Investment zu gut klingt, um wahr zu sein – dann ist es das meist auch.“
Fazit:
Die WhatsApp-Gruppen unter dem Namen FERI AG und die App FERI PRO sind nicht echt. Hinter ihnen stehen unbekannte Betreiber, die ohne Erlaubnis Finanzdienstleistungen anbieten und vermutlich Anlegergelder betrügerisch abzweigen.
Die BaFin warnt ausdrücklich davor, sich an den beworbenen Projekten zu beteiligen oder Geld zu überweisen.