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400.000 Euro für mehr Sicherheit – Sachsen-Anhalt stärkt Hochwasserschutz an Elbe und Mulde

ersatzgestalt (CC0), Pixabay

Das Land Sachsen-Anhalt investiert gezielt in den Hochwasserschutz: 400.000 Euro Fördermittel fließen in den Landkreis Anhalt-Bitterfeld, um Schutzmaßnahmen an Elbe und Mulde zu verbessern. Wie der Landkreis mitteilte, wurden die entsprechenden Förderbescheide am Mittwoch vom Umweltministerium übergeben.

Investitionen in moderne Technik für den Ernstfall

Mit dem Geld soll die örtliche Wasserbehörde künftig besser auf extreme Wetterereignisse reagieren können. Geplant ist die Anschaffung eines geländegängigen Elektrofahrzeugs, das selbst in schwer zugänglichem Terrain eingesetzt werden kann – etwa bei überfluteten Uferbereichen oder nach Starkregen.

Darüber hinaus finanziert die Förderung zwei mobile Netzersatzanlagen. Diese sollen bei Stromausfällen infolge von Hochwasser oder Starkregen die Versorgung kritischer Infrastruktur sichern. So können etwa Pumpen, Messstationen oder Einsatzleitstellen weiterhin betrieben werden, wenn das Stromnetz ausfällt.

Teil des Programms „Klima III“

Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm „Klima III“, mit dem das Umweltministerium Sachsen-Anhalt Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt. Insgesamt stehen im Programm 35 Millionen Euro für landesweite Projekte bereit.

Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, die Förderung sei ein wichtiger Beitrag, um Infrastruktur und Bevölkerung besser vor den Folgen extremer Wetterlagen zu schützen. „Unsere Kommunen brauchen moderne, flexible Technik, um in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben“, erklärte sie.

Hochwasser bleibt eine ständige Bedrohung

Die Regionen entlang von Elbe und Mulde zählen zu den am stärksten hochwassergefährdeten Gebieten Sachsen-Anhalts. Besonders das Jahrhunderthochwasser von 2013 hatte gezeigt, wie verwundbar viele Landkreise sind. Seitdem wurden zahlreiche Deichsanierungen, Pegelmodernisierungen und Notfallkonzepte umgesetzt.

Mit den neuen Investitionen soll die Einsatzbereitschaft weiter verbessert werden. Landrat Andy Grabner (CDU) lobte die Unterstützung des Landes:
„Jede Maßnahme, die uns hilft, schneller und effizienter auf Hochwasser zu reagieren, bedeutet mehr Sicherheit für die Menschen in unserer Region.“

Vorsorge statt Schadensbegrenzung

Experten betonen, dass Hochwasserschutz längst mehr sei als der Bau von Deichen. Moderne Strategien setzen auf präventive Maßnahmen, etwa durch mobile Technik, Frühwarnsysteme und eine enge Koordination zwischen Land, Kommunen und Hilfsdiensten.

Die jetzt geförderten Projekte sollen deshalb nicht nur bei akuten Überschwemmungen helfen, sondern auch die Krisenresilienz langfristig stärken – ein weiterer Schritt hin zu einem wetterfesten Sachsen-Anhalt.

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