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Angriff auf Bürgermeisterin: Iris Stalzer mit Messerstichen in Wohnung gefunden

Riki32 (CC0), Pixabay

In der Ruhrstadt Herdecke hat sich ein mutmaßliches Gewaltverbrechen ereignet, das landesweit für Bestürzung sorgt: Die erst kürzlich gewählte Bürgermeisterin Iris Stalzer (SPD) wurde am Dienstag mit lebensgefährlichen Messerstichen in ihrer Wohnung aufgefunden. Sicherheitskreise bestätigten, dass die 57-Jährige mehrere Stichverletzungen erlitten habe. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Zuerst hatte der WDR über den Vorfall berichtet. Nach bisherigen Erkenntnissen soll sich die Tat im häuslichen Umfeld der Politikerin zugetragen haben. Offenbar war sie nach dem Angriff noch in der Lage, sich in ihre Wohnung zu schleppen, wo sie schließlich schwer verletzt entdeckt wurde. Sie wurde umgehend notoperiert und befindet sich derzeit in einem Krankenhaus – ihr Zustand sei kritisch, hieß es.

Großfahndung nach dem Täter – Motiv noch unklar

Die Polizei hat eine umfangreiche Fahndung nach dem oder den Tätern eingeleitet. Einsatzkräfte sicherten Spuren rund um den Wohnort der Bürgermeisterin, auch Spezialisten der Kriminaltechnik waren im Einsatz. Eine Sonderkommission wurde eingerichtet. Über ein mögliches Motiv herrscht derzeit vollständige Unklarheit – weder politische noch private Hintergründe konnten bislang ausgeschlossen werden.

Ein Sprecher der zuständigen Polizei sagte am Abend, man gehe von einem „gezielten Angriff“ aus. Weitere Details nannte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Die Bevölkerung wurde zur Zurückhaltung bei Spekulationen aufgerufen.

Iris Stalzer erst kürzlich ins Amt gewählt

Iris Stalzer war erst vor Kurzem mit deutlicher Mehrheit zur Bürgermeisterin von Herdecke gewählt worden. Sie trat für die SPD an und hatte sich in einer Stichwahl durchgesetzt. Ihre Wahl galt als Neuanfang für die Stadt – sie war für ihre offene Art und ihr Engagement bekannt. Stalzer war bereits viele Jahre kommunalpolitisch aktiv und hatte sich insbesondere für soziale Themen und den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern stark gemacht.

Herdecke im Schockzustand

Die Nachricht vom Angriff hat in der Stadt und darüber hinaus Entsetzen ausgelöst. Aus dem Rathaus hieß es lediglich, man sei in Gedanken bei der Bürgermeisterin und ihrer Familie. Die SPD Nordrhein-Westfalen zeigte sich „zutiefst schockiert“ über die Tat und forderte eine lückenlose Aufklärung.

Auch andere Parteien äußerten sich solidarisch. Die Grünen Herdecke erklärten: „Wir sind fassungslos. Iris Stalzer ist eine engagierte Demokratin – sie verdient unseren Schutz und unsere volle Unterstützung.“

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die am Dienstag im Bereich der Wohnung von Iris Stalzer verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich dringend zu melden. Es wird davon ausgegangen, dass weitere Informationen zum Tatablauf und möglichen Spuren in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.

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