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Cannabis-Geruch sorgt für Ärger: Anwohner in Neuengamme beschweren sich über Treibhäuser

lindsayfox (CC0), Pixabay

In Hamburg-Neuengamme beschweren sich Anwohnerinnen und Anwohner über starke Geruchsbelästigungen, die offenbar von nahegelegenen Cannabis-Treibhäusern ausgehen. Vor allem bei gutem Wetter und geöffneten Lüftungen sei der Geruch nicht mehr auszuhalten, berichten Betroffene.

Das Bezirksamt Bergedorf will die Beschwerden nun prüfen und hat eine Ortbegehung veranlasst.

Mehrere Beschwerden seit September

Seit September sind beim Bezirksamt mehrere Hinweise eingegangen. Nach Angaben eines Sprechers hätten sich vier Anwohner offiziell über die Gerüche beschwert.

Nach Informationen von NDR 90,3 handelt es sich um einen Cannabis-Anbauverein am Neuengammer Hinterdeich. Dort sollen sich mehrere Treibhäuser befinden, in denen Cannabis legal für Vereinsmitglieder angebaut wird.

Anwohner sehen Anbauflächen zu nah an Wohnhäusern

Bereits im Sommer hatten Nachbarn eine Unterschriftenliste mit mehr als 30 Namen beim Bezirksamt eingereicht. Darin fordern sie Abhilfe gegen den intensiven Geruch, der besonders dann stark sei, wenn die Gewächshäuser gelüftet werden.

Einige Anwohner kritisieren zudem, dass die Anbauflächen zu nah an Wohngebieten liegen. „Man kann den Geruch kaum vermeiden – selbst mit geschlossenen Fenstern zieht er ins Haus“, berichtet eine Anwohnerin.

Bezirksamt prüft Gespräche mit Betreibern

Das Bezirksamt Bergedorf bestätigte, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits vor Ort waren, um sich ein Bild der Lage zu machen.

„Wir nehmen die Beschwerden ernst und werden zeitnah Gespräche mit den Betreiberinnen und Betreibern des Anbauvereins sowie den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern führen“, so ein Sprecher.

Dabei soll geklärt werden, ob und wie sich die Geruchsbelästigung reduzieren lässt – etwa durch technische Anpassungen bei der Belüftung.

Drei genehmigte Cannabisclubs in Bergedorf

Nach Angaben des Bezirksamts gibt es im Bezirk Bergedorf derzeit drei genehmigte Cannabisclubs, die Hanf zu gemeinschaftlichen Zwecken anbauen dürfen.

Wo sich die Anbauflächen genau befinden, teilte das Amt aus Datenschutzgründen nicht mit.

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