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Verdächtige Lichter über NRW und Belgien: Drohnen-Alarm nach Vorfall in München

sinisamaric1 (CC0), Pixabay

Nur wenige Stunden nach dem Drohnen-Chaos am Münchner Flughafen sorgt ein weiterer Vorfall für Aufsehen: In der Nacht zum Freitag wurden an der belgisch-deutschen Grenze verdächtige Flugobjekte gesichtet.

Nach Angaben des belgischen Senders VRT NWS meldete die Polizei in Düren (NRW) gegen 1.45 Uhr ungewöhnliche Lichter am Himmel, die vom Militärgelände Elsenborn in Belgien in Richtung Deutschland geflogen sein sollen. Die Rede ist von bis zu 15 möglichen Drohnen.

Das belgische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall und leitete eine Untersuchung ein. Auch das Kabinett von Verteidigungsminister Theo Francken sprach von einer ernstzunehmenden Angelegenheit. Eine am Stützpunkt Elsenborn installierte Testanlage zur Drohnenerkennung hatte die Flugobjekte ebenfalls registriert – eigentlich war sie dort nur zu Versuchszwecken aufgebaut.

Ein Sprecher der Polizei erklärte: „In mehreren Bereichen, auch über Düren, wurden verdächtige Lichter wahrgenommen. Ob es sich tatsächlich um Drohnen handelt, kann bislang nicht abschließend gesagt werden.“ Ergebnisse der Untersuchungen sollen Anfang kommender Woche vorliegen.

Für zusätzliche Brisanz sorgt die Einschätzung von Verteidigungsexperten. Demnach sei der Standort Elsenborn kein klassisches Ziel für Spionageflüge, während nahegelegene Einrichtungen wie der Luftwaffenstützpunkt Kleine-Brogel – wo US-Atomwaffen gelagert werden – weit sensibler wären. „Es ist ein bizarrer Vorfall“, kommentierte der belgische Sicherheitsexperte Jens Franssen.

Der Vorfall reiht sich ein in die jüngsten Drohnensichtungen in Deutschland: Am Donnerstagabend musste der Flugbetrieb am Münchner Flughafen für mehrere Stunden eingestellt werden. Ab 22.18 Uhr standen Starts und Landungen still, 17 Abflüge fielen aus, 15 Maschinen mussten umgeleitet werden, rund 3.000 Passagiere strandeten. Trotz sofortiger Fahndung konnte die Bundespolizei bislang keine Drohnen sicherstellen und auch keinen Verursacher ermitteln.

Seit Freitagmorgen läuft der Betrieb in München wieder regulär. Dennoch bleibt die Frage offen, ob hinter den mysteriösen Drohnensichtungen ein gezieltes Vorgehen steckt – oder ob es sich um eine Serie unerklärlicher Zwischenfälle handelt, die Sicherheitsbehörden dies- und jenseits der Grenze gleichermaßen unter Druck setzt.

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