Nach einer Drohnensichtung am Frankfurter Flughafen hat die Polizei am Freitagmorgen einen 41-jährigen Mann festgenommen. Die Drohne war in der Flugverbotszone des größten deutschen Flughafens gesichtet worden, konnte jedoch rasch sichergestellt werden. Der Flugbetrieb lief weiter, wie ein Sprecher der Frankfurter Polizei mitteilte.
Damit blieb Frankfurt von größeren Störungen verschont – anders als München, wo in den vergangenen Tagen wiederholt Drohnen über dem Flughafengelände gesichtet wurden und der Betrieb zeitweise eingestellt werden musste. Tausende Passagiere waren dort betroffen.
In Frankfurt läuft nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den festgenommenen Piloten. Ihm droht ein Bußgeld, da das Fliegen mit Drohnen in einem Radius von 1,5 Kilometern um Flughäfen streng verboten ist. Hinweise auf eine politische Motivation oder mögliche Verbindungen nach Russland gebe es nicht, betonte die Polizei.
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) ist der Frankfurter Flughafen der am häufigsten von Drohnenvorfällen betroffene Airport Deutschlands. Bis Ende September wurden dort bereits 35 Flugbehinderungen durch Drohnen gemeldet. Bundesweit registrierte die DFS bis August insgesamt 144 Zwischenfälle, über 70 Prozent davon in der Nähe von Flughäfen.
Die Bundespolizei betreibt am Frankfurter Flughafen ein spezielles Drohnenerkennungssystem, doch auch Piloten und Autofahrer melden regelmäßig verdächtige Flugobjekte.
Die DFS warnt: Unerlaubte Drohnenflüge in der Nähe von Flughäfen gelten als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr – sie können mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet werden.