In der südfranzösischen Stadt Nizza ist es am Donnerstagabend zu einer schweren Schießerei gekommen. Zwei Menschen wurden getötet, fünf weitere zum Teil schwer verletzt. Die Polizei geht von einem Zusammenhang mit organisierter Kriminalität aus.
Nach Angaben der Präfektur wurde eine Untersuchung wegen des Verdachts der vorsätzlichen Tötung im Rahmen einer organisierten Bande eingeleitet. Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi erklärte, die Tat stehe mutmaßlich im Zusammenhang mit Drogenhandel. Demnach seien automatische Waffen eingesetzt worden.
Der Angriff ereignete sich in einem als Problemviertel bekannten Stadtteil, der bereits mehrfach Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen war. Anwohner berichteten von mehreren Schüssen in schneller Folge. Einsatzkräfte sperrten das Gebiet großräumig ab, Spezialisten der Kriminalpolizei nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen auf.
Frankreich kämpft seit Monaten mit einer Zunahme der bandenbedingten Gewalt, insbesondere in Städten wie Marseille, Lyon und Nizza. Immer häufiger werden dabei Schusswaffen eingesetzt. Innenminister Gérald Darmanin hatte zuletzt angekündigt, den Druck auf Drogennetzwerke und organisierte Kriminalität weiter zu erhöhen.
Die Polizei in Nizza bittet Zeugen um Hinweise und prüft derzeit Videoaufnahmen aus der Umgebung, um die Täter zu identifizieren.