Im Elbsandsteingebirge bei Rathen hat sich am Donnerstag ein tödlicher Kletterunfall ereignet. Ein 63 Jahre alter Mann stürzte beim Abseilen aus etwa 15 Metern Höhe in die Tiefe und erlitt dabei tödliche Verletzungen.
Ursache: gelöste Sicherungsschlingen
Nach Angaben der Bergwacht Sachsen hatte der Verunglückte seine Sicherung selbst im Fels verankert. Dabei lösten sich die Schlingen, sodass er keinen Halt mehr fand. Ein technischer Defekt an der Ausrüstung könne nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden.
Bergwacht im Einsatz
Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort, konnten dem Mann jedoch nicht mehr helfen. „Trotz sofortiger Notfallmaßnahmen kam für ihn jede Hilfe zu spät“, erklärte ein Sprecher der Bergwacht gegenüber dem MDR.
Unfallserie in diesem Jahr
Der aktuelle Fall reiht sich in eine traurige Serie ein: Es ist bereits der dritte tödliche Kletterunfall in Sachsen in diesem Jahr. Experten der Bergwacht betonen daher erneut, wie wichtig eine sorgfältige Sicherung und das doppelte Kontrollieren des eigenen Materials sei – insbesondere beim Klettern an den empfindlichen Sandsteinfelsen der Region.
Beliebtes, aber risikoreiches Klettergebiet
Die Sächsische Schweiz zählt zu den bekanntesten Klettergebieten Europas. Jährlich zieht sie Tausende Sportlerinnen und Sportler an, die dort die markanten Felstürme erklimmen wollen. Doch die Region gilt auch als anspruchsvoll: Die weichen Sandsteinfelsen und die dort üblichen Sicherungsmethoden verlangen Erfahrung und große Aufmerksamkeit.