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Strengere Regeln beim Geldtransfer: Neue Empfängerprüfung verändert den Überweisungsalltag

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Ab dem 9. Oktober 2025 tritt für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland eine wichtige Änderung in Kraft: Banken und Sparkassen müssen künftig bei Überweisungen den Empfängernamen mit der zugehörigen IBAN abgleichen. Damit setzt die Finanzaufsicht BaFin eine neue Regel um, die vor allem mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr schaffen soll.

Was sich konkret ändert

Bislang genügte es, die IBAN korrekt anzugeben – ob der Name des Empfängers stimmte, wurde von den meisten Instituten nicht überprüft. Das führte immer wieder zu Problemen: Wer sich etwa bei der IBAN vertippte, riskierte, dass das Geld an ein fremdes Konto überwiesen wurde.

Mit der neuen Pflicht zur Empfängerprüfung müssen Banken künftig sicherstellen, dass der in der Überweisung angegebene Name mit dem Namen übereinstimmt, der tatsächlich für das Konto hinterlegt ist.

Welche Überweisungen betroffen sind

Die BaFin erklärt auf ihrer Website, dass die neuen Regeln für inländische und grenzüberschreitende SEPA-Überweisungen gelten. Für Echtzeitüberweisungen („Instant Payments“) sind die Institute besonders gefordert, da die Abwicklung innerhalb von Sekunden erfolgen muss.

Was passiert bei Abweichungen?

Kommt es zu einer Unstimmigkeit zwischen Empfängernamen und IBAN, wird die Überweisung zunächst gestoppt. Verbraucher erhalten in der Regel einen Hinweis, dass der Name nicht mit den Kontodaten übereinstimmt. Je nach Bank kann dann eine Korrektur erfolgen oder die Transaktion wird gar nicht ausgeführt.

Auswirkungen für Verbraucher

Für Bankkunden bedeutet die Änderung vor allem eines: mehr Sorgfalt beim Ausfüllen von Überweisungen. Künftig reicht es nicht mehr, nur auf die IBAN zu achten. Auch die Schreibweise des Namens sollte exakt mit den beim Kreditinstitut hinterlegten Daten übereinstimmen – selbst kleine Abweichungen wie Tippfehler oder abgekürzte Vornamen könnten zu Problemen führen.

Ziel: Mehr Sicherheit und weniger Fehlüberweisungen

Die BaFin betont, dass die Maßnahme Verbraucher vor Fehlbuchungen und Betrugsfällen schützen soll. Insbesondere bei Phishing-Angriffen oder betrügerischen Zahlungsaufforderungen soll es so schwieriger werden, Geld auf fremde Konten zu lenken.

Ausblick

Ob sich die neue Empfängerprüfung im Alltag reibungslos umsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Banken müssen ihre Systeme entsprechend anpassen, während Verbraucher sich auf einen bürokratischeren Überweisungsprozess einstellen müssen. Auf lange Sicht könnte die Maßnahme jedoch für mehr Vertrauen in den elektronischen Zahlungsverkehr sorgen.

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