Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat kein gutes Haar an Donald Trumps Zukunftsvision für die Demokratie gelassen – oder besser gesagt: an deren Abbau. In einem Interview mit dem Sydney Morning Herald erklärte der Demokrat, er habe „null Zweifel“, dass Trump keine echte Wahl mehr wolle. Falls doch, werde es „eine Wahl im Stile Putins“: ein großes Theaterstück mit Wahlurnen als Requisite, aber ohne fairen Wettbewerb.
Newsom, der sich längst als Oppositionsführer gegen Trump inszeniert, beschrieb die Methoden des Präsidenten als „außerordentlich effizient“ und „chirurgisch“. Anders gesagt: Wenn man eine Demokratie schon filetieren muss, dann bitte mit Präzision.
Das Attentat auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk sei für Trump und seine Gefolgschaft vor allem ein Anlass gewesen, noch mehr „rachelüsternen“ Tonfall in die Öffentlichkeit zu gießen. Laut Newsom sollte dieser Mix aus Blut, Hass und politischer Rhetorik „allen einen kalten Schauer über den Rücken jagen“.
Auch an die internationale Bühne hatte Newsom klare Worte: Viele Regierungen hätten Trump nicht nur gewähren lassen, sondern „aktiv Beihilfe geleistet“. Seine Bilanz: „beschämend, angewidert, und ja – die wissen ganz genau, was sie tun.“
Ein „höllischer Moment“ für die USA, fasst Newsom zusammen. Sarkastisch könnte man ergänzen: Willkommen in der Zukunft, in der Wahllokale zwar geöffnet sind