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Warum Fast Food nicht mehr billig ist – und was McDonald’s dagegen unternimmt

camellia_sasanqua (CC0), Pixabay

Fast Food galt lange als günstige Mahlzeit für unterwegs. Doch angesichts steigender Preise überlegen sich viele Amerikaner inzwischen zweimal, ob sich der Besuch im Drive-Through noch lohnt.

Frühstücksverkäufe sinken – Fast-Food-Ketten reagieren

Führende Fast-Food-Ketten wie McDonald’s und Wendy’s verzeichnen rückläufige Umsätze beim Frühstück. Viele Menschen entscheiden sich dafür, zu Hause zu essen, um Geld zu sparen – insbesondere, da seit der Pandemie weniger Menschen täglich zur Arbeit pendeln.

Um gegenzusteuern, senken einige Ketten jetzt wieder gezielt ihre Preise. McDonald’s etwa kündigte Anfang September neue Angebote an, darunter ein $5 Frühstücksmenü mit einem Sausage McMuffin. Auch sogenannte „Extra Value Meals“ sollen Kund:innen zurücklocken.

Fast Food ist teurer als je zuvor

Laut Analyst Neil Saunders ist das Grundproblem eindeutig: „McDonald’s sollte ein günstiger Genuss sein – jetzt ist es eine teure Anschaffung, besonders für Familien.“

Daten zeigen:

  • Von 2019 bis 2023 sind die Preise bei McDonald’s um 40 % gestiegen.

  • Chipotle erhöhte im gleichen Zeitraum um 35 %.

  • Zum Vergleich: Casual-Dining-Restaurants wie Applebee’s oder Olive Garden erhöhten ihre Preise nur um etwa 20–25 %.

Gründe für die Preissprünge sind u. a. gestiegene Lohnkosten (u. a. durch die Einführung höherer Mindestlöhne), Inflation, höhere Mieten sowie steigende Rohstoffpreise.

Können niedrigere Preise die Kundschaft zurückbringen?

Die neuen Preisaktionen scheinen zumindest ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Vor der Pandemie lag der Anteil der Verkäufe über die Value-Menüs bei 10–12 %, heute liegt er bereits bei über 30 %, heißt es aus Unternehmenskreisen. Dennoch bleibt die Frage offen, ob das ausreicht, um die breite Masse wieder anzuziehen.

Zielgruppe: Geringverdiener im Fokus

Laut McDonald’s-CEO Chris Kemczinski ist es entscheidend, insbesondere Geringverdiener wieder zurückzugewinnen. Diese besuchen Fast-Food-Restaurants tendenziell häufiger, sind jedoch aktuell besonders von wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen.

Auch Wendy’s meldete Rückgänge bei dieser Zielgruppe, vor allem beim Frühstücksverkauf. Hingegen stieg der Besuch von Kund:innen mit höherem Einkommen weiter an.

Was können Fast-Food-Ketten sonst noch tun?

Neben Preissenkungen könnten laut Experten auch kreative Menü-Neuheiten helfen, wieder mehr Gäste anzulocken. Domino’s gilt hier als Beispiel: Mit Angeboten wie zwei mittelgroßen Pizzen für je 6,99 $ kann das Unternehmen laut Analyst Peter Saleh ganze Familien für unter 20 $ sättigen – ein Wert, den McDonald’s aktuell nicht bieten kann.


Fazit: Fast-Food-Ketten stehen unter Druck. Sie müssen nicht nur auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren, sondern auch kreative Wege finden, um sich in einem hart umkämpften Markt neu zu positionieren – ohne ihre bisherigen Kund:innen zu verlieren.

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