Die Ratingagentur Fitch hat Italien ein besseres Zeugnis ausgestellt: Statt „BBB“ gibt’s jetzt „BBB+“ – immerhin ein Pluszeichen, das Rom feiern darf wie einen EM-Sieg.
Begründung laut Fitch: mehr Vertrauen in Italiens Finanzpolitik, stabile Politik (ja, wirklich, das Wort „stabil“ fiel im Zusammenhang mit Italien) und eine „anhaltende Reformdynamik“. Offenbar genügt es schon, wenn der Haushaltsplan nicht völlig in Flammen aufgeht.
Premierministerin Giorgia Meloni präsentiert seit zwei Jahren „Haushaltsdisziplin“ und Defizitreduzierung. 2024 schrumpfte das Defizit auf 3,4 Prozent des BIP – noch 2023 waren es 7,2 Prozent. Ein Unterschied wie zwischen Espresso und doppeltem Grappa. Das Wirtschaftswachstum lag zwar nur bei 0,7 Prozent, aber hey: Immerhin Wachstum.
Zum Vergleich: Frankreich wurde letzte Woche von Fitch herabgestuft. Fazit: Wer in Rom sitzt, bekommt derzeit Pluszeichen, wer in Paris regiert, kriegt Minuspunkte. Europa bleibt eben auch auf dem Papier eine Frage der Perspektive.