Die indonesischen Inseln Bali und Flores sind von schweren Überschwemmungen und Sturzfluten heimgesucht worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden ist die Zahl der Todesopfer inzwischen auf mindestens 18 Menschen gestiegen. Dutzende weitere werden noch vermisst.
Heftige Regenfälle als Auslöser
Auslöser der Katastrophe waren anhaltende und ungewöhnlich starke Regenfälle. Innerhalb weniger Stunden fielen so große Wassermengen, dass Flüsse über die Ufer traten und Erdrutsche ganze Landstriche unpassierbar machten. Mehrere Dörfer sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten.
Schäden in Touristenregionen
Besonders betroffen ist auch die Ferieninsel Bali, die zu den beliebtesten Reisezielen in Südostasien zählt. In touristischen Zentren wie Ubud und Kuta stehen Hotels, Restaurants und Wohnhäuser unter Wasser. Auch auf der Nachbarinsel Flores wurden zahlreiche Gebäude zerstört. Straßen und Brücken sind beschädigt, was die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen erheblich erschwert.
Suche nach Vermissten
Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, unterstützt von Militär und Freiwilligen. Mit Booten und schwerem Gerät versuchen sie, eingeschlossene Bewohner zu erreichen und nach Vermissten zu suchen. Behörden warnen jedoch, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte, da viele Gebiete noch nicht zugänglich sind.
Regierung ruft zu Hilfe auf
Die indonesische Katastrophenschutzbehörde hat Notunterkünfte eingerichtet und internationale Hilfsorganisationen um Unterstützung gebeten. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen und sind nun in Schulen, Sporthallen oder Moscheen untergebracht.
Wiederkehrende Naturgefahr
Überschwemmungen und Erdrutsche sind in Indonesien keine Seltenheit, insbesondere während der Regenzeit. Experten sehen in den jüngsten Ereignissen jedoch eine deutliche Verschärfung, die auch mit den Folgen des Klimawandels in Verbindung gebracht wird.