In Hamburg ist es zu einer entscheidenden Wende in einem aufsehenerregenden Kriminalfall gekommen. Mehr als neun Monate nach dem Fund einer toten Frau in einer Wohnung in Altona-Nord hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um den 36-jährigen ehemaligen Lebensgefährten der Getöteten.
Leiche im Schrank entdeckt
Der Fall hatte Ende November bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: In einer Erdgeschosswohnung in der Susanne-von-Paczensky-Straße fanden Polizisten die Leiche einer 34-jährigen Mutter. Nachbarn hatten die Beamten alarmiert, weil aus der Wohnung ein starker Verwesungsgeruch drang.
Bei der Durchsuchung stießen die Einsatzkräfte auf den grausigen Fund: Die Frau war in Tücher gewickelt und in einem Schrank versteckt worden. Die Obduktion ergab später, dass sie gewaltsam zu Tode gekommen war. Nach Schätzungen der Rechtsmedizin lag der Körper bereits rund zwei Wochen in der Wohnung, bevor er entdeckt wurde.
Festnahme nach monatelangen Ermittlungen
Die Mordkommission ermittelte monatelang im Umfeld der Frau, befragte Angehörige, Freunde und Nachbarn. Am Mittwochmorgen schlugen die Ermittler schließlich zu: Der 36-jährige Ex-Lebensgefährte der Frau wurde festgenommen. Nach Informationen des NDR haben beide ein gemeinsames Kind.
Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft. Ob er sich bereits zu den Vorwürfen geäußert hat, teilte die Polizei nicht mit.
Ermittlungen zum Tatablauf
Noch ist unklar, was in den Tagen vor dem Tod der 34-Jährigen in der Wohnung geschah. Die Mordkommission versucht zu rekonstruieren, wie es zur Tat kam und ob es möglicherweise bereits zuvor Hinweise auf Konflikte oder Gewalt in der Beziehung gab.
Tragischer Fall mit vielen offenen Fragen
Der Tod der jungen Mutter wirft auch Monate nach dem Fund ihrer Leiche viele Fragen auf. Die Ermittler stehen vor der Aufgabe, das genaue Tatmotiv, den Ablauf der Tat und mögliche Hintergründe zu klären. Klar ist bisher nur: Der 36-Jährige steht im Verdacht, für den gewaltsamen Tod verantwortlich zu sein – endgültige Antworten soll nun das Gerichtsverfahren bringen.